Installation von Dolibarr ERP/CRM auf 1und1 Shared Hosting

Dolibarr ERP/CRM System
Dolibarr ist ein ERP und CRM System spezialisiert für kleinere Unternehmen und Vereine, die ihre Unternehmenssteuerung online führen wollen. Neben der Verwaltung von Kontaktdaten der Kunden (CRM) kann die Rechnungsstellung, Lagerverwaltung und Projektmanagement innerhalb des Systems erfolgen. Besonders an Dolibarr ist das große Angebot an Plugins, die eine Anpassung der Managementumgebung auf die individuellen Bedürfnisse des Anwenders erlauben. Einen ersten Einblick in die Funktionalität kann man bei der Onlinedemo mit dem Benutzername und Passwort “demo” erhalten.
Diese Anleitung beruht auf Dolibarr in der Version 3.1 und einem Shared-Hosting Account von 1&1.
Der Aufwand für die Installation beträgt ca. 5 Minuten plus 10-20 Minuten warten bis die Vorbereitungen auf dem Server abgeschlossen sind.
Vorbereitung
- Download von Dolibarr als ZIP Datei (hier) von Source Forge
- Login in das 1&1 Control Panel unter https://login.1und1.de
- Anlegen einer Subdomain im Domain Menü und als Verwendung im Menü “Domain-Typ” ein neues Verzeichnis (Bsp: ./erp/) angeben.
- Im MySQL Menü eine neue Datenbank anlegen und die Werte für Datebnakbane, Hostname, Benutzername und Passwort merken (bzw in einem zweiten Tab offen lassen).
- Über “Zugänge”-> WebspaceExplorer die im Schritt 1 runtergeladene Datei in das Verzeichnis aus Schritt 3 hochladen.
- Ebenfalls mit dem WebspaceExplorer das ZIP-Archiv entpacken.
- Das entpackte Verzeichnis mit der Versionsnummer umbenennen in “dolibarr”.
Installation
- Die Installation erfolgt über die URL: http://subdomain.domainname.tld/dolibarr/htdocs/ wobei subdomain.domainname.tld mit dem Domainname aus Schritt 3 der Vorbereitung ersetzt wird – und “dolibarr” mit dem Verzeichnis aus Schritt 7.
- Mit “Start” die Installation starten, damit die Seite für die “Konfigurationsdatei” geöffnet wird.
- Webserver: Einstellungen wie vorgeschlagen beibehalten
- Dolibarr-Datenbank: Werte aus Schritt 4 der Vorbereitung übernehmen. Wichtig ist, dass der Server von Localhost geändert wird auf den tatsächlichen Wert. Im optionalen Feld “Port” die 3306 angeben.
- 3 mal weiter mit “Nächster Schritt”
Nach dem letzten Schritt dauert es bis zu 2 Minuten, bis die Datenbankstruktur vom Installer angelegt und eingerichtet wird. Nach Abschluss sollte die Erfolgsmeldung mit “OK” erscheinen.
Beim letzten Schritt der Installation wird der Administrator eingerichtet, bevor aus Sicherheitsgründen der Installer in “install.lock” umbenannt werden sollte. Hierzu im “WebspaceExplorer” des Control-Panel in das Verzeichnis ./erp/dolibarr/htdocs/ das Verzeichnis “install” in “install.lock” umbenennen oder löschen.

Erfolgreicher Abschluss der Installation von Dolibarr
Meine eigene Spielwiese findet sich unter http://erpdemo.ocrme.de/dolibarr/htdocs/index.php . Die Anmeldung kann mit dem Benutzername “demo”, Passwort “demo” erfolgen. Allerdings sind bei dieser Installation keine Daten vorhanden, was es lediglich erlaubt einen Überblick über Dolibarr zu erhalten.
(Disclaimer: Mittlerweile bin ich für die 1&1 Internet AG tätig)
Open-Source (LAMP) Systeme nach MySQL
Es ist erschreckend, wie stark MySQL in die Systeme von heute integriert ist. WordPress ohne MySQL ist nicht denkbar und hat eine Abhängigkeit geschaffen, die zumindest kurzfristig nicht zu lösen scheint. Das Damoklesschwert der Open-Source Community begann bereits 2008 mit der Aquise von MySQL AB durch SUN, welche später von Oracle gekauft wurden. Nun sind es Ankündigungen wie die MySQL Enterprise Edition, die einem das Schauern ins Gesicht treibt.
Networkworld zeigt Alternativen, die durch Maria DB und Co. gegeben sind. Doch was passiert, wenn diese Anbieter gekauft werden? PostgreSQL als Unterbau für WordPress, wie es mit einem Plugin möglich ist? Die Offenheit für die Zukunft, die ich bislang bei einem LAMP System gesehen habe, scheint durch Entfernung des “M” für MySQL in Gefahr zu sein.
Und auch 2012 wird es mit Emails weiter gehen (und bridging nicht zum Standard)
Vor zwei Jahren hatte ich hier im Blog einen Adventskalender veranstaltet mit dem Blick in die Glaskugel, was 2010 kommen wird. Eine Reaktion war von Dirk eine Liste von 10 Punkten, die nicht passieren werden:
Email wird 2010 sicher noch nicht als primäres Kommunik atio nsme dium verdrängt Auch wenn wir im nächsten Jahr sicher eine deutlich steigende Akzeptanz und verstärkte Nutzung von Web2.0 Tools im Geschäftsumfeld erleben werden (Enterprise2.0), wird email aus Bequemlichkeit und geradezu idealer offline Fähigkeit sicherlich nicht so schnell massiv zu reduzieren sein. Bei intelligenter Nutzung und Integration von email mit neuen Technologien werden sogar interessante Bridging Anwendungen denkbar. Ein schönes Beispiel dafür im Internet ist der Dienst von Posterous . Eine spannende Umsetzung im Businessumfeld ist das IBM Forschungsprojekt Topika. Hach, noch ein Thema zu welchem ich demnächst mal bloggen sollte. (via)
Mittlerweile sind wir 2 Jahre weiter. Noch immer füllt sich meine Mailbox mit mehr als 100 Mails pro Tag, die Möglichkeit von Bridging Anwendungen ist leider nie in der Form in meinen Alltag eingeflossen, wie ich es mir eigentlich gewünscht hätte.
Dieser Blog-Post wird wieder im Webbrowser geschrieben. Obwohl ich mit meinem Smartphone längst sehr schnelle auf der Tastatur arbeiten kann. Mein Flickr Album wird per Upload-Tool befüllt, obwohl die Posterous Anbindung bereits 3 Jahre konfiguriert ist (und funktioniert).
Ich frage mich, warum dies so ist?
Vielleicht weil ich dem Dienst (Posterous) nicht soweit vertraue, dass ich dies als Zugang zu all meinen “Publikationen” verwenden will. Vielleicht weil ich kaum jemanden anderen sehe, der dieses Anwendungsszenario umsetzt…
Gastbeitrag: Erst analysieren, dann agieren – internationales Social Media Marketing
Social Media Nutzung unterscheidet sich von Land zu Land teils deutlich: sowohl in der Intensität wie in den Plattformen, auf denen sich Menschen mit ihren Social Media – Aktivitäten tummeln. Erster Schritt einer geplanten Social Media Marketing-Strategie für die Bewohner eines fremden Landes muss daher eine Analyse des durchschnittlichen Social Media Verhaltens im Land sein. Blinder Aktionismus ist fehl am Platz.
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Wenn Shadowland zur Wirklichkeit wird… [Teil 5 - Megakons]
Anfang der 90er Jahre, als ich meinen ersten Charakter in Shadowrun in die Weiten des Shadowlands entsendete, war zumindest meine Vorstellung der Megakons geprägt von den damals aufkommenden internationalen Verflächtungen von Industrieunternehmen. Das Bild, eines gewachsenen Mitsubishi oder vielleicht auch ein ENRON, mit weltweitem Einfluss. Primär ein produzierendes Gewerbe, welches in einem Konzern vereinigt Produktionmittel und Arbeitsplätze bereitstellt.
Wie man aus den vorhergegangenen Kapiteln erkennen kann, hat sich dieses Bild gewandelt. Die bislang genannten Beispiele für Megakons aktuell, sind Firmen die im Internet ihr Geld verdienen.
Megakons
Der Hintergrundgeschichte nach haben sich Konzerne zu weltumspannenden Strukturen ausgebaut, die nur noch wenigen Gesetzen unterliegen. Die größten multinationalen Konzerne – sogenannte Megakons – besitzen eine Form der Exterritorialität, was ihnen erlaubt, unbehelligt von staatlichen Gesetzen auf ihrem eigenem Grund zu agieren. Polizeiliche Aufgaben werden ebenfalls von einzelnen Konzernen übernommen.
Zur Identifikation der Megakons heute gehören für mich folgende Attribute:
- Nahezu weltweites Angebot (Exterritorialität)
- Marktplatz mit Regeln für Zugang und aktive Überwachung des Marktfriedens
- Angebot einer eigenen Identifikationslösung die auch extern eingesetzt werden kann
- Regeln, die den Umgang mit geistigem Eigentum steuern
- Benutzerzahlen, die größer sind als kleinere Staaten (Österreich, Schweiz…)
Megakons sind wichtig!
Die Megakons, die sich mit den genannten Attributen identifizieren lassen, sind wichtig für unsere heutige Gesellschaft, denn sie leisten wichtige Dienste. Genau an dieser Stelle möchte ich mich auch von der Analogie zu Shadowrun/Shadowland verabschieden. Überwiegen dort doch die negativen Eigenschaften eines Megakon als Machtzentrum.
In der realen Welt von 2011 sind die positiven Eigenschaften der Megakons deutlich stärker ausgeprägt. Ein Megakon wie Google, Facebook, Apple, Amazon dient als Dienstleister hinsichtlich der Kommunikation und Informationsverteilung. Dient als Starthilfe für Innovation und schafft neue Ordnungsstrukturen. Nicht zu vergessen ist natürlich die wirtschaftliche Bedeutung, die von diesen Unternehmen ausgeht.
Als im März 2011 die Erde in Japan bebte, war es Google, die einen Dienst zur Suche von Vermissten innerhalb kürzester Zeit online stellten. Bei der Jasmin Revolution in Nord-Afrika hatte die Kommunikation per Facebook eine wichtige Rolle. Weder Facebook noch Google können hier einen direkten Profit schlagen. Das Abstempeln als reine PR ist wahrscheinlich auch falsch, gibt es doch viele Großunternehmen, die ähnliches hätten leisten können – oder sogar haben.

