Archiv für Dezember, 2008

TimeSaver 2008: Drop.IO – Gemeinsam am Dokumenten arbeiten

Das banale Problem der Zusammenarbeit an Dokumenten, oder schnell mal etwas einem Bekannten zu senden wird immernoch mit dem eigentlich nur für Texte geeigneten Format Mail durchgeführt. Jeder kennt, dass man nicht unendlich große Dokumente per Mail versenden kann. Oder der Virenschutz bestimmte Anhänge nicht zulässt. Gerade wenn man häufig mit Externen kommuniziert benötigt man hier eine sinvolle Lösung. Es gibt viele Dienste, die schlicht den Versand von großen Dateien ermöglichen, jedoch nur wenige, die ein solches Leistungsspektrum wie drop.io bieten.

Was ist Drop.io:
Bei diesem Dienst erstellt der Anwender sogenannte Drops. Ein Drop ist zunächst eine URL in der Form http://drop.io/DROPNAME. Unter diesem Drop können dann eine oder mehrere Dateien abgelegt werden. Der Benutzer hat die Möglichkeit zu bestimmen, ob jeder den Drop ansehen kann oder nur mit Passwort, oder ob ein Passwort benötigt wird um Dateien zu ändern. Damit lassen sich die Drops sehr vielseitig nutzen. Entweder als Projektablage, zur schnellen Freigabe einer Datei im Internet oder einfach nur zum schnellen Austausch einer Datei. Über den eingebauten Viewer werden viele Dokumentenformate bereits in eine webtaugliche Voransicht umgewandelt. Für jeden Drop wird ein RSS Feed erzeugt und man kann mobile Endgeräte nutzen um mit der Platform zu arbeiten.

Zeitersparnis:
Zunächst war es für mich wirklich nur die Suche nach einem System, mit dem ich das 8-10 MB Limit pro Mail umgehen konnte – ohne dass ich etwas auf meinen privaten Webspace lade. Des weiteren wollte ich die zu versendende Datei nach einer bestimmten Zeit wieder gelöscht wissen. Beides ist mit Drop.IO möglich. Bedenkt man die Zeit, die zum Login auf den Webspace und dem Hochladen – URL Versenden benötigt wird würde ich sagen, dass ich ca. 5 Minuten pro Fall eingespart habe, wenn ich Drop.IO verwendete. Zusätzlich kam noch das Problem mit Aktualisierungen. Einige Personen, mit denen ich Dokumente ausgetauscht habe mussten erst mühsam FTP in der Firewall freischalten lassen etc.. etc… kurzum hier entstand noch einmal eine Zeitersparnis.

Den größten Aha-Effekt hatte ich jedoch, als ich Drop.IO für den mehrmaligen Austausch der gleichen Datei nutzen musste. Hierbei hatte ich eine E-Mail Benachrichtigung aktiviert für den Fall, dass sich ein Drop ändert. Da meine Kollegen in den USA arbeiteten bestand ein guter Zeitversatz. Dank der Nutzung des Systems war ein bequemes – asynchrones arbeiten möglich.

Hinweis
Wie auch bei den anderen vorgestellten Timesaver – stehe ich mit Drop.IO in keiner geschäftlichen oder sonstigen Beziehung. Bekomme kein Geld für diesen Artikel oder sonststige Gegenleistungen.

, , , ,

Comments

links for 2008-12-30

Comments

links for 2008-12-30

Comments

RePost: Projektmanagement und Get There-itis

ctrAnimiert durch den NTSB Unfall-Bericht [2] über den Absturz von American Airlines Flug AA1420 (1999) frage ich mich ob es nicht auch bei Projekten die gleiche Serie von Ereignissen zum Scheitern führen.”Get there-itis”: Der Zwang das Ziel erreichen zu wollen.

Im Falle von AA1420 hat eine Schlechtwetterfront die Landung auf dem Flughafen Little Rock nahezu unmöglich gemacht. Die Piloten wurden besonders stark gefordert. Als die Außenbedingungen durch ein Gewitter über dem Flughafen die Grenzwerte nicht nur messbar sondern auch sichtbar und spürbar überschritten setzten sie trotzdem den Landeanflug fort. Das Ergebnis: 11 Tote. Letztlich unfallentscheidend war, dass die Spoiler (eine Bremseinrichtung) nicht beim Aufsetzen der Maschine gezogen wurden. Dies gehört zu einer Routinetätigkeit.

Aus den Untersuchungen zu diesem Unfall geht man davon aus, dass die Piloten nicht umkehren oder ausweichen wollten, sondern das Ziel (=Landung in Little Rock) direkt vor Augen hatten und dies strikt verfolgten. Das der Ausweichflughafen ohne Schwierigkeiten hätte angeflogen werden können, war bekannt.

Übertragen wir dies auf ein Projekt (=Flug). Das Ziel ist es eine Anwendung/Programm/Leistung mit gesetztem Budget (=Treibstoff) zu einem gesetztem Zeitpunkt(=Ankunft am geplanten Ziel) fertigzustellen. Im Laufe des Projektes ergeben sich nun Schwierigkeiten, wie eine fehlende technische Infrastruktur (=Sackwinde) oder fehlende organisatorische Veränderungen (=Sturmfront). Diese müssen von der Projektleitung (=Pilot) oder durch einen Change Agenten (=1. Offizier) gemeistert werden. Wie es sich für ein Projektcontrolling gehört wird die volle Aufmerksamkeit (=Gegensteuern) in die Lösung dieser Schwierigkeiten(=Seitenwinde/Kursabweichung) gesteckt.

Auch wenn diese Schwierigkeiten gemeistert werden, scheitert das Projekt dennoch, da eine Kleinigkeit wie zum Beispiel Unit-Tests vergessen wurde. Am Ende zerschellt das Projekt auf Grund fehlerhafter interner Interfaces oder Module, diese hätten mit einem Unit-Test erkannt werden können.little_rock

Die Untersuchung von AA1420 nannte die Unfallursache:
Menschliches Versagen auf Grund eines “Get There-itis”

, , , , ,

Comments

Poll: How to handle multiple languages on Twitter/Facebook status updates? Give me your opinion.

Currently I have arround 50% of my readers on Facebook and Twitter that speak only English. However 80% of my postings are in German language. Now I looked around the web and tried to find some best practises on that topic. So what is your opinion?

, , , , ,

Comments

Switch to our mobile site