Doch kein fauler Nachrichtenleser…
Via Lifehacker bin ich auf den Dienst Lazyfeed aufmerksam geworden. Dieser RSS Nachrichtenleser soll dem Anwender das Leben erleichtern, in dem es ständig das Web nach neuen Informationen zu einer vom Benutzer erfassten Liste von Themen durchforstet. Werden neue Treffer gefunden, so zeigt dieser Dienst sie automatisch als neue Beiträge an.
Bereits beim Einrichten ist mir die Hauptschwäche aufgefallen: Die Deutsche Sprache wird nicht wirklich unterstützt, dem entsprechend werden keine Blogs aus D-A-CH gefunden und somit auch nicht angezeigt. Doch ich nehme an, dass dies nur eine Frage der Zeit ist, bis Lazyfeed dies kann.
Da ich selbst etliche amerikanische Blogs lese, wollte ich dennoch das System etwas weiter testen. Dabei ist mir gleich meine (vielleicht persönliche) nächste Schwäche aufgefallen: Nennen Sie mir die Themen, die Sie interessieren. Ich kann das einfach nicht… irgendwie interessiert mich alles, und so ist mein erster Versuch der Begriff Gartenbau – obwohl ich keinen Garten habe. Vielleicht gelingt es jemand anderem, aber das initiale Einrichten ist doch recht schwierig…
Bei Google Reader habe ich nach dem letzten Frühjahrsputz etwas über 60 Feeds, die ich lese. Bei den meisten Blogs davon ist es jedoch so, dass ich nicht alle Einträge lese, sondern die auswähle, die mich interessieren. Um einen schnellen Überblick zu bekommen wird Feedly verwendet – so verhindere ich einen Information Overload (vergl. Kommentar bei: Web 2.0 im Unternehmen: Mehr als nur den Ausschaltknopf kennen). Einige Blogs lese ich, gerade weil ich weiß, dass die Themen, die behandelt werden selten in meine Radarabdeckung einfliegen würden.
Blogslesen ist wie TV Reportagen schauen: Man weiß nicht was kommt, und einen langweiligen Beitrag nimmt man als Bildungsfernsehen in kauf.
Auch wenn die bessere Struktur – relevante Informationen als einleuchtende Motive für die Entwicklung solcher Dienste und Anwendungen spricht, der Finderlohn kassiert die Anwendung – nicht ich (vergl.Post: “Wir sind gebaut zum Suchen”).
Vergessen
Meine nächste Evolutionsstufe von Feed Reader ist somit keiner, der mir mehr Quellen nennt. Wenn ich breit aufgestellt über ein Thema informiert werden will, dann abonniere ich das Ergebnis der Google/Technorati Blogsuche zu den Begriffen. Was mir fehlt ist ein Dienst, der auch wieder das Abonement kündigt. Mir sagt, welche Feeds nicht mehr in meine Sammlung passen und so nicht die Anzahl der Feeds ständig vergrößert sondern auch aufräumt. Ähnliches Thema wie bereits im Twitter Fight Club zum Thema Follower und Unfollower diskutiert.
Zum Weiterlesen…
- Bilder enthalten viele Informationen… – Goggles
- Shareflow – Vielleicht eine Vorstufe zu Google Wave
- Mehr Implizit vom Explizit – Denn ich bin faul.
- Authentizität ja – Aber Besucher sehen es anders.
- Google Wave – Was ist das eigentlich (für mich)?
