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Gravity S60 – Ein mobiler Twitter Client – Getestet…

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Gestern Abend hatte ich gesehen, dass mir ein User mit einem Twitter Client mit dem Namen “Gravity” geschrieben hat. Da mir diese Anwendung nichts gesagt hat, musste ich mir einen Klick auf den Client-Namen gönnen, die mich zu einer Deutschen Webseite führte: http://mobileways.de/products/gravity/gravity/ . Wie versprochen folgte heute dann der Test auf meinen beiden Symbian Handies, dem Nokia E71 und dem Nokia 5800 Express Music. Für das mobile Microblogging hatte ich bisher Twibble im Einsatz, mit dem ich eigentlich auch recht zufrieden war. Nur auf dem 5800er fehlte mir etwas die Möglichkeit mit dem Touchscreen durch meine Twitter Timeline zu scrollen.

Installiert + Zugang konfiguriert

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Bereits nach der Installation fällt auf, dass diese Anwendung deutlich aufgeräumter und moderner wirkt, als die vorher installierten. Man erhält pro eigenem Account einen eigenen Eintrag im Hauptmenü. Dabei besteht auch das erste große Plus der Anwendung. Sie ist Multi-Account fähig! Für mich ein sehr wichtiges Kriterium, da bei Veranstaltungen ich meist meinen eigenen Account + den der Veranstaltung versorgen will/muss. Ein ständiges Umschalten ist zumindest bei sicheren Paßworten etwas nervig. Dann gibt es neben Twitter auch andere Microblogging Dienste. Das auf Laconica basierende Identi.ca zum Beispiel – oder eben auch eine im Unternehmen laufende “interne” Laconica installation. Diese Systeme werden von Gravity ohne Probleme unterstützt. Mobiles Microblogging ist somit unabhängig von der eingesetzten Plattform mit einer Anwendung möglich.

API Limit – Vielleicht eher für absolute Power User Interessant – doch ein Hinweis, wenn sehr viele Nutzer auf einmal mit einem Account arbeiten, ob man noch Twittern kann oder nicht. Auch hier wieder der Anwendungsfall einer Veranstaltung. Mehrere Nutzer sollen “Twitter befüllen”, dann wehe dem einer nutzt Tweetdeck welches 90% der Aufrufe von Twitter pro Stunde (Standard-Einstellung) nutzt. Soetwas kann sehr schnell dazu führen, dass niemand mehr etwas schreiben kann. Durch die Anzeige des API Limits können solche User schnell identifiziert werden.

Timeline screenshot0015Die Timeline ist ebenso übersichtlich, wie man es auch von Desktopanwendungen gewohnt ist. Beim Nokia 5800, welches ein Touchscreen besitzt, kann man sich per Finger durch die Timeline scrollen (Ja liebe IPhone Nutzer, für uns ist es was Neues…). Wählt man einen Tweet aus, so können RE-Tweets, Replies automatisch gewählt werden. Nützlich ist die Verfolgung von Hashtags. Klickt man auf den Hashtag, so wird automatisch die Suche von Twitter bemüht und alle Treffer angezeigt. Die Timeline bei den Hashtags ist gleich der Benutzer-Timeline, mit den gleichen Funktionen. Gerade für den Anwendungsfall: Ich bin auf einer Veranstaltung und möchte von dort Microbloggen, ist diese Ansicht und Suche der Hit. Man kann gleich den Desktop Clients den Hashtag verfolgen. Kann neue User followen und das ganze ohne sich durch Menüs zu hangeln.

Bilder screenshot0023In der Account Übersicht wird zu diesen automatisch die Profilbilder der Nutzer, die zuletzt aktiv waren angezeigt. Ähnlich auch bei den Suchergebnissen. Dies erlaubt zu sehen, wer als letztes etwas zu einem bestimmten Suchbegriff geschrieben hat. Taucht zum Beispiel das Bild eines Bekannten auf, wenn man nach dem Hashtag einer Veranstaltung sucht ist er vielleicht da. Ein Blick auf das Mobiltelefon genügt um sich selbt die Frage zu beantworten.

Eigene erstellte Bilder auf dem Mobiltelefon werden in einer Voransicht angezeigt. und können von dort sofort getwittert werden. Zum Bereitstellen werden TwitPic, MobyPicture, Posterous und TwitGoo unterstützt.Somit hat man natürlich auch die Möglichkeit in guter Qualität ein Schnappschuss zu twittern.

Nicht jeder hat eine Flatrate Im Hauptbildschirm zeigt Gravity dem User zu jeder Zeit wieviel Daten bereits von der Anwendung übertragen wurden. Damit lassen sich die Kosten im Auge behalten. Auch kann man die Voransicht von Bildern abschalten, wodurch theoretisch nur die Tweets selbst geladen werden.

Fazit Die Anwendung ist der Hammer! Die Download Version ist auf 10 Tage beschränkt – aber die ~10 EUR für die Registrierung werde ich mit Sicherheit investieren sobald die Testphase bei mir abgelaufen ist. Im Gegensatz zu vielen anderen mobilen Anwendungen, bei denen ich mich oft frage, ob die Entwickler überhaupt ihre eigenen Anwendungen verwenden, ist dieser Client durchdacht, hilfreich und löst genau die Stolperfallen, die ich schon häufiger hatte.

Weitere Meinungen habe ich unter anderem in folgenden Blogs gefunden:

Schlusswort Gibt es eigentlich einen Blogger Discount für Lizenzen? :) – Fragen kostet ja nichts.

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Geschrieben von Thorsten Zoerner

Mai 21st, 2009 at 7:17 pm

Veröffentlicht unter: angeschaut

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