Wer macht das Geschäft mit Twitter? Apple, Google, Twitter selbst?
@Ibo stellt sich die Frage bei Facebook:
Meine Meinung: Vielleicht Twitter selbst.
Spekulation:
Twitter macht es selbst und versucht sich als Quasi Standard für Microblogging zu etablieren. Durch die Integration der Platform in immer mehr Anwendungen und die Unterstützung von weiteren Applikationen wird letztendlich sehr viele “Statusanwendungen” den Dienst als Backend verwenden.
Twitter wird sein Geschäftsmodell auf die API Nutzung aufbauen. Durch meine Erfahrungen mit RSS Friends weiss ich,dass es zur Zeit recht leicht ist das Rate Limit welches normal bei 100 Zugriffen pro Stunde liegt auf 20.000 Zugriffe erhöht zu bekommen. Danach wird es jedoch schwierig. Mehr brauchen auch meist nur Anwendungen, die wirklich sehr viele Nutzer haben und den Dienst als festen Bestandteil integrieren.
Für mehr Zugriffe wie 20.000 pro Stunde wird es Lizenzpreise geben. Auf diese hohe Anzahl kommen dann nur Seiten wie Facebook oder auch FriendFeed. Portale wie StudiVZ, Xing und Co. werden den Dienst ähnlich wie eine Sitesearch integrieren und an Twitter hierfür Lizenzkosten (Rate Limit Erhöhung) zahlen.
Durch die Einführung von Channels und Lifeupdates (Firehorse) werden Content Producer einen Weg finden die Technik des “Statusupdates” als einen Veröffentlichungskanal zu verwenden. Ich stelle mir hier Anwendungen vor wie eine Konferenzschalte am Samstag Nachmittag zur Bundesligaspielzeit – oder auch Messen und Veranstaltungen, bei denen viele Personen gleichzeitig berichten, wie diese Woche bei der #next09. Der Veranstalter wird in diesem Falle für die Zeit des Events eine Ratelimit Erhöhung kaufen und zusätzlich die Möglichkeit erhalen die Twitternden Personen zu gruppieren und den Content einfach wiederverwendbar zu machen (Beispiel Liveticker, TweetWall…).
Portale wie Xing, Facebook und Co. erhalten einen ähnlichen Dienst. Jedoch steht hierbei die Vernetzung der Personen und die Diskussion im Vordergrund. Dies wird ähnlich wie heute bei FriendFeed aussehen, bei der zwar GeTwittert wird – sind beide Anwender bei FF wird aber auch die @Reply als Kommentar angezeigt.
Als Anwender wird es egal werden, in welchem Portal/Event etc… ich mich bewege. Durch die “Client” Kennung die bereits heute in Twitter realisiert ist, wird für alle meine “Follower” (Unabhängig vom eingesetzten Front-End) ersichtlich sein, welchen Kontext der Tweet/Statusupdate hat. Betreiber von Portalen werden zur viralen Verbreitung über genau diese “Client Kennung” – versuchen ihre Aktion/Portal/Produkt zu promoten.
Zum Weiterlesen…
- Vom sozialen Brückenbau – Briding Technologien #Ubiquity #Ping.FM #Posterous
- Gravity S60 – Ein mobiler Twitter Client – Getestet…
- Corporate Tweets?
- Das Online Publikum mit einbeziehen… LiveBloggen, Twittern und?
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