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Überleben im CyberSpace

Gerade habe ich Tweetdeck gestartet – G+ killt niemanden – Instant Gratification in einer Stunde

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Es ist eigentlich nichts ungewöhnliches, dass ich Tweetdeck start. Auch Meldungen, dass der Twitter Client ein Update hat – und jetzt erst aktualisieren möchte, ist nicht ungewöhnlich. Achja, im Browser habe ich WordPress geöffnet, wo ich einen Blog Post schreiben will. Google+ ist natürlich auch in irgend einem Tab vergraben und wird Informationen liefern.

Google+ killt keine andere Anwendung

Zumindest was Twitter und Facebook angeht, kommt auch AllFacebook zu einem ähnlichen Ergebnis. Dort sieht man aber WordPress und Tumblr (wahrscheinlich auch Posterous) als befristet an. Doch warum sollte es so sein? Facebook, Twitter und auch Google+ sind Anwendungen, die Impulse geben. Viele, viele kleine Impulse von Informationshäppchen, die wir verarbeiten sollen. WordPress, Tumblr und Posterous hingegen bieten einen Impuls – danach geht es um ein Thema in einem Beitrag. Man muss lesen, man muss die Aufmerksamkeit bei dem halten, was dort steht.

Informations Impuls pro Stunde

zeichen_je_stunde

Zeichen pro Stunde

Instant Gratification nennt sich die Sucht nach dem Sofort.Der Schrei nach einer aktualisierten Information, bevor  die Daten des letzten Updates überhaupt interpretiert und damit zur Information geworden sind. Natürlich unterscheidet sich die Art und der Inhalt der Information. Ist es bei Xing vielleicht nur ein einfaches “Kontakt A hat nun Kontakt B als neuen Kontakt”, so haben Blogposts wesentlich mehr Inhalt zu übermitteln. Die Datenmenge, die sich allerdings aus der Kombination aller Streams ergibt, ist bereits beachtlich und erklären, warum eine Datenflatrate für 200 MB bereits nach wenigen Tagen erschöpft ist.

Die Grafiken dieses Posts basieren auf einer beliebigen Stunde (Dienstag, 12 Uhr) und sind runtergerechnet auf jeweils 100 Kontakte, der jeweiligen Netzwerke. Durch die unterschiedlichen Arten von Informationen, die in den jeweiligen Netzen transportiert wird, muss man bei einem Versuch der Einordnung von Google+ als neuen Dienst allerdings etwas weiter gehen.

informationsdichte

Skaliert auf 100 Kontakte/Friends/Quellen

Der nächste Parameter ist die Anzahl der Zeichen je Impuls.  Xing ist hier klassisch sehr schlank. Twitter hat eine Begrenzung von 140 Zeichen. Die Echtzeitmeldungen von Facebook sind wohl eher eine Einrichtung für ganz langweilige Stunden.

Google+ ist damit, zumindest in der betrachteten Stunde, bei mir zwischen Twitter und dem Feed-Reader anzusiedeln, was die Zeichenmenge (Informationsmenge?) angeht. Da die durchschnittlichen Zeichen je Impuls jedoch näher an Twitter liegt, sehe ich die dort zu veröffentlichenden Inhalte auch eher als ein Impuls Generator, der lediglich für eine weitere Aktion (Besuch eines Blog-Posts)  verwendet wird.

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Geschrieben von Thorsten Zoerner

Juli 26th, 2011 at 1:06 pm

Veröffentlicht unter: nachgedacht

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