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Überleben im CyberSpace

RE: Soziale Netzwerke und Beziehungen in der digitalen Gesellschaft (via bwl zwei null)

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Sein Vortrag zeigt, dass Dienste im Internet wie Facebook noch weit davon entfernt sind, unser reales Geflecht an Beziehungen auch nur annähernd abzubilden. Und doch sind wir irgendwie auf dem Weg dorthin. Antje Schrupp beleuchtet in einem aktuellen Artikel auf ihrem Blog, wie auf Facebook unter dem Begriff “Freunde” ganz unterschiedliche Beziehungsebenen aufeinander prallen können: Eltern, Geschwister, Nachbarn, Berufskollegen – was im realen Leben oft fein säuberlich getrennt abläuft, kommt im News Feed von Social Networks ungefiltert zusammen.
Das Facebook und Xing keine sozialen Netzwerke sind, sondern Freunde, Vereine, Kollegen, sollte soweit klar sein. Matthias Schwenk hat in seinem aktuellen Blog Post ein ziemlich spannend diskutierten Beitrag von Nicolas Christakis aufgegriffen und etwas weiter geführt. Gerade beim Thema Soziale Netzwerke erkennt man die Unterschied zwischen Realitätsanspruch und Realität. Was Facebook, Xing, Linkedin und Co. heute ihren Nutzern anbieten ist nicht das was wir als klassisches soziales Netzwerk bezeichnen würden. Es ist eher eine Metaebene von Beziehungsgeflächten die im idealen Falle zur Informationsfilterung und Gewichtung dienen. Sollten die genannten Dienste ein Soziales Netzwerk sein, so würden sie sich viel mehr mit dem Thema des “Beziehungsmanagements” beschäftigen und weniger mit Inhalten. Wir reden heute aber von Social Media und damit dem Nutzen von Beziehungsgeflechten (eingedampft auf das Konzept “Kontakt” oder “Freund”) zur Bestimmung von Relevanz für Inhalte.

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Geschrieben von Thorsten Zoerner

Mai 12th, 2010 at 5:36 am

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