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ActivityStreams – Ein Überblick

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Schon häufiger wurde hier von ActivityStreams als Möglichkeit zur Strukturierung von Inhalten berichtet und Fachfremden die Methodik als "Facebook for the Enterprise" bezeichnet. Mit Google Plus existiert nun ein weiterer Stream, der zu verfolgen ist. Ich möchte sogar soweit gehen, dass aus dem ursprünglichen Zweistrom-Land (Facebook & E-Mail) nun bald kein Land vor lauter Strömen zu sehen ist. Gerade als ich am zusammenfassen von diesem Beitrag war, kam der Beitrag von Oliver Gassner online, der sich zum Fazit hinreisen lässt, dass es in Zukunft wieder ein Zweistrom-Land geben wird – bei ihm ist es Xing und Google+.

Funktionsweise – Activity Stream
Einem Anwender werden Statusinformationen in umgekehrt chronologischer Reihenfolge präsentiert. Generell werden Statusnachrichten von anderen Personen/Gruppen/Objekte angezeigt. Der Anwender hat die Möglichkeit die Personen/Gruppen/Objekte auszuwählen, von denen er Informationen erhalten möchte. Statusnachrichten können entweder Text/Informationen sein, die ein Anwender selbst geschrieben, oder veröffentlicht hat, oder automatisch generierte Meldungen durch Verhalten. Am Beispiel für Xing: "Person B hat Person C als neuen Kontakt".

Personen als Filterbeschreibung
Theoretisch könnten auch alle Statusnachrichten innerhalb von Automaten, Programmen, Maschinen kommen. Viele Nachrichten, die in den Streams enthalten sind haben auf ihrem Informationslebenszyklus eine klassische Verteilerstelle. Das "Sozial" bei den Netzwerken, die heute Activity Streams implementieren haben aber eine wichtige Aufgabe, wenn es um die Filterung von Informationen geht. Ich Interessiere mich für das Thema A oder B ist zwar generell nicht sonderlich schwierig, jedoch ist das Ergebnis nur eine sehr ungenaue Beschreibung für einen Filter. Beispiel in meinem Twitter Profil findet sich als Bio: "Pilot, Metropolist, Initiator, Gadget Junkee, Paramedic, Traveller, VATSIM Controller, Kiva supporter, Podcast consumer" . Bedeutet dies, dass für mich Meldungen zum Griechenland Rettungspaket nicht von Interesse sind? Ich darüber nicht auch einen Kommentar abgeben will?

Activity Streams lösen diese Herausforderung, da man eine Art "Crowd Sourcing" für Relevanz macht. D.h. wird ein Bekannter zum eigenen Stream hinzugefügt, so wird automatisch auch eine bestimmte Gewichtung von Meldungen hinzugefügt. Mit dem Ergebnis: Mein Stream bleibt für mich relevant, weil ich nur für mich relevante Persönlichkeiten dort vereine.

Information Overload
Trotz der Personen als Filterbeschreibung kann es zu einer zu großen Anzahl an Beiträgen kommen. Die Lösung ist hierbei das Ein und Ausblenden von bestimmten Nachrichten. Bislang hat Facebook dieses Prinzip am weitesten voran getrieben. Dort wird nach Art und Umfang unterschieden, welche Granularität man von einer Person sieht. Information Overload in Activity Streams bedeutet für jeden Anwender des Netzwerkes zu jeder Zeit best möglichst sagen zu können "was abgeht".

Verschiedene Implementationen
Mit diesem Hintergrund lässt sich ein strukturierter Vergleich der verschiedenen Activity Streams durchführen, welcher auch das neuste Spielkind "Google Plus" mit abdeckt.

Facebook
Der Standard Activity Stream versucht durch beobachten der Interaktionen ("was kommentiert der Anwender, was liked er?") die Beiträge automatisch zu filtern.

GooglePlus
Freunde werden in "Kreise" sortiert, die einem Kanal der Verteilung entsprechen. Der Empfänger kann einzelne, eigen definierte, Kanäle betrachten und dort einzelne Anwender gezielt vollständig aus- oder einblenden.

Twitter
Die Filterung von Statusmeldungen erfolgt lediglich über das "Followen" oder – alternativ Listen. Das Senden von Nachrichten kann nicht an eine bestimmte Gruppe eingeschränkt werden.

Xing
Die Standardeinstellung ist die Anzeige von allen Meldungen von allen Kontakten. Das Ausblenden erfolgt durch vollständiges Stummschalten einzelner Personen. 

ActivityStreams im Unternehmen
In den Weiten des Internets dem "Sociam Media" nachzugehen ist mit Sicherheit spannend. Jedoch wird es nach meinem Empfinden erst richtig spannend, wenn es auch im Unternehmen – oder in anderen Worten im Berufsalltag – gelingt die gleichen Techniken zu nutzen. Der Traum ist natürlich, wenn es nicht eine eigene Unternehmslösung ist, sondern ein hybrider Ansatz. Mit dem E-Mail Programm verschickt man eben auch nicht nur interne Mails – wieso soll das bei Statusnachrichten anders sein?

Und der Gewinner: GooglePlus
Es gibt bereits Gerüchte, dass es bald eine API für Google+ geben wird. Diese ist natürlich zwingend erforderlich. Durch die Organisation in "Kreisen" erlaubt es dieses System wohl am einfachsten den sichersten Übergang zwischen Unternehmen und Internet aufzubauen. Auch traue ich es Google einfach zu, dass es in Zukunft eine Lösung zur adaptiven Filterung von Statusmeldungen auf Basis der Anwenderinteraktion implementieren wird (s.h. Facebook heute).

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Written by Thorsten Zoerner

Juli 4th, 2011 at 2:33 pm

Sirene 2.0

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Wie in den Medien (http://www.golem.de/1105/83316.html oder WirtschaftsWoche vom 9.5.2011) zu lesen ist, plant das BMI die Eignung von Facebook, Twitter und Co für eine Alamierung im Katastropehnfall zu nutzen. Zunächst dachte ich, das es eigentlich eine recht gute Idee ist, wenn mab die virale Verbreitung anschaut, die der Bin Laden Tweet letzten Montag genommeb hatte. Dann kam die Ernüchterung…

Wie schwer fällt es der Wirtschaft, eine gezielt virale Kampagne unzusetzen, wie wenig ist die Reichweite vorhersagbar.

Wie obskur wirkt ein River/Activity Stream, bei dem die Katastrophenmeldungen zwischen “Hanns ist jetzt mit Dampf verheiratet” erscheinen.

Die Abnahme von klassischem Medienkonsum bei den Digital Natives führt zu einer Schwierigkeit die Sirene der Digital Naiven im Farmville anzubringen.

Lassen oder weiter denken?
Weiter denken natürlich. Das Medium ist nicht der Tweet, es ist Twitter. Es ist nicht die Fanpage, es ist Facebook selbst.

Die Verbreitung kann nur funktionieren, wenn bei wirklich wichtigen Meldungen es gelingt die Relevanz der anderen Meldungen zu verringern. Wir brauchen bei den Plattformanbietern eine “Wir unterbrechen unser Programm für eine wichtige Sondermeldung”. Erreichen kann man dies mit Dialog – mit den Anbietern – auf Augenhöhe.

Posted via email from Thorsten Zoerner’s Posterous

Written by Thorsten Zoerner

Mai 8th, 2011 at 4:47 pm

Facebook For The Enterprise / Activity Streams – Funktioniert oder nicht?

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Facebook for the Enterprise bezeichnet eine Möglichkeit  die Technik die eine ähnliche Kommunikation, wie sie auf Facebook geführt wird auch im Unternehmen nutzen zu können. Der Überbegriff lautet dann  “Activity Streams”.

Zwei Blog Posts zur Meinungsbildung

Cons: Agencycollaboration meint:

  1. The content is impersonal.  If it didn’t relate to the work, you wouldn’t create it.  But that also means that the vast majority of the content run across isn’t interesting to you, and the vast majority of the content you create isn’t interesting to those who encounter it.
  2. The feedback is decidedly mixed.  If you ask for feedback at work, expect a ton of “suggestions” which may end up infuriating you.  You don’t get the uniform encouragement of Facebook.

Pros: Luis Suarez (ELSUA) meint:

  1. Activity Streams permeate throughout transparency and openness
  2. They help you, greatly, be done with the obsession to read AND respond to everything
  3. They facilitate serendipity and Informal Learning
  4. They help flatten organisations and traditionally hierarchical structures
  5. They inspire an open knowledge sharing culture

Die Realität: Das Werzeug Activity Stream/Facebook4E haben wir schon…

  • Xing hat einen Activity Stream auf der Startseite
  • Salesforce hat den “Salesforce Chatter”
  • Elgg bietet ein Framework für Anwendungen
  • SugarCRM kennt Aktivitäten
  • Lotus Connections bietet auf der Startseite eine Übersicht von Updates
  • Vivisimo setzt das Konzept von Activity Streams für den Wissensaustausch ein.
  • Billomat bietet einen Strom von Aktivitäten für Rechnungen, Angebote und Co.

… d.h. als Anwender muss ich mich egal ob ich es will oder nicht mit dieser Form der Kommunikation auseinander setzten.

Ein Prozess, der sich zumindest bei den meisten Unternehmen, ohne Change-Management ergeben hat und damit leider auch die Systematik fehlt.

Facebook 4 the Enterprise bringt damit die gleichen Probleme wie das Vorbild in die Unternehmen.

  • Welche Anwendung, welche Kommunikation wird abgebildet? Auch Facebook hat seine Streams in den letzten Jahren ständig geändert.
  • Was bedeutet “sensible Information” in der Zukunft? Wie können die bestehenden Zugriffmodelle übertragen werden?
  • Noch eine Inbox – wenn das Thema nicht strategisch angegangen wird.

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  • jehu