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Wenn Shadowland zur Wirklichkeit wird… [Teil 5 - Megakons]

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Anfang der 90er Jahre, als ich meinen ersten Charakter in Shadowrun in die Weiten des Shadowlands entsendete, war zumindest meine Vorstellung der Megakons geprägt von den damals aufkommenden internationalen Verflächtungen von Industrieunternehmen. Das Bild, eines gewachsenen Mitsubishi oder vielleicht auch ein ENRON, mit weltweitem Einfluss. Primär ein produzierendes Gewerbe, welches in einem Konzern vereinigt Produktionmittel und Arbeitsplätze bereitstellt. 

Wie man aus den vorhergegangenen Kapiteln erkennen kann, hat sich dieses Bild gewandelt. Die bislang genannten Beispiele für Megakons aktuell, sind Firmen die im Internet ihr Geld verdienen.

Megakons

Der Hintergrundgeschichte nach haben sich Konzerne zu weltumspannenden Strukturen ausgebaut, die nur noch wenigen Gesetzen unterliegen. Die größten multinationalen Konzerne – sogenannte Megakons – besitzen eine Form der Exterritorialität, was ihnen erlaubt, unbehelligt von staatlichen Gesetzen auf ihrem eigenem Grund zu agieren. Polizeiliche Aufgaben werden ebenfalls von einzelnen Konzernen übernommen.

Zur Identifikation der Megakons heute gehören für mich folgende Attribute:

  • Nahezu weltweites Angebot (Exterritorialität)
  • Marktplatz mit Regeln für Zugang und aktive Überwachung des Marktfriedens
  • Angebot einer eigenen Identifikationslösung die auch extern eingesetzt werden kann
  • Regeln, die den Umgang mit geistigem Eigentum steuern
  • Benutzerzahlen, die größer sind als kleinere Staaten (Österreich, Schweiz…)

Megakons sind wichtig!

Die Megakons, die sich mit den genannten Attributen identifizieren lassen, sind wichtig für unsere heutige Gesellschaft, denn sie leisten wichtige Dienste. Genau an dieser Stelle möchte ich mich auch von der Analogie zu Shadowrun/Shadowland verabschieden. Überwiegen dort doch die negativen Eigenschaften eines Megakon als Machtzentrum.

In der realen Welt von 2011 sind die positiven Eigenschaften der Megakons deutlich stärker ausgeprägt. Ein Megakon wie Google, Facebook, Apple, Amazon dient als Dienstleister hinsichtlich der Kommunikation und Informationsverteilung. Dient als Starthilfe für Innovation und schafft neue Ordnungsstrukturen. Nicht zu vergessen ist natürlich die wirtschaftliche Bedeutung, die von diesen Unternehmen ausgeht.

Als im März 2011 die Erde in Japan bebte, war es Google, die einen Dienst zur Suche von Vermissten innerhalb kürzester Zeit online stellten. Bei der Jasmin Revolution in Nord-Afrika hatte die Kommunikation per Facebook eine wichtige Rolle. Weder Facebook noch Google können hier einen direkten Profit schlagen. Das Abstempeln als reine PR ist wahrscheinlich auch falsch, gibt es doch viele Großunternehmen, die ähnliches hätten leisten können – oder sogar haben.

Posted via email from Thorsten Zoerner’s Posterous

Written by Thorsten Zoerner

September 6th, 2011 at 2:28 am

Enterprise 2.0 und Social X – wo im Unternehmen?

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Dank dem Beitrag von Martin bin ich über folgendes nettes Zitat gestolpert…

It doesn’t necessarily matter which group leads the team of social experts and enthusiasts so long as they are smart and knowledgeable; the key factor is that the people on the team be embedded across the organization. viaThinking Beyond The Usual Suspects .

Martin kommt in seinem Beitrag zum Ergebnis, dass genau daher ein C-Level Verständnis von Social Media und Enterprise 2.0 existieren soll.

Nachdem ich beide Beiträge nun zweimal gelesen habe, bin ich mir mit der Schlussfolgerung nicht mehr ganz sicher.

“Social Media” ist eine Kommunikationsform, die Veränderung von Geschäftsprozessen mit sich bringt. Die Art, wie Informationen ausgetauscht werden verändert sich – diese ist allerdings ständig Veränderungen unterworfen und wird es immer sein.

Veränderungen, die in der Vergangenheit einen entscheidenden Einfluss auf die Informationsverteilung und Geschäftsprozesse hatten:

  • Aufkommen der ERP Systeme
  • Verbindung der Firmennetze mit extern (DFÜ) – EDI und Co.
  • Aufkommen der CRM Systeme
  • Aufkommen von Cloud Diensten (Salesforce und Co).

Betrachtet man die Liste, so komme ich mittlerweile zum Schluss, dass  C-Level nicht wirklich weiter helfen wird, sondern dass es Influencer, Power oder wie auch immer benannte Wissensträger über Methoden und Verfahren im gesamten Unternehmen geben muss, die sich Ad-Hoc vernetzen und die Kommunikationsform einfach nutzen. Eine Strategie, die sich bei der Verbreitung vieler “Unter-Dem-Tisch-Steh-Servern” in vielen Unternehmen bewährt hat. Gerade den CIOs waren und werden diese Systeme immer ein Dorn im Auge sein.

Written by Thorsten Zoerner

August 1st, 2010 at 11:14 am

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