Banedon's Cyber-Junk

Überleben im CyberSpace

Archive for the ‘Rede’ tag

Facebook ist nichts für Unternehmen….

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„Der Rat des Juristen kann nur sein, Facebook zu meiden. Unternehmen haben dort nichts zu suchen; denn ihre Geschäftsinteressen beißen sich regelmäßig mit den Besonderheiten des Web2.0 und den dort gängigen interaktiv-privaten Umgangswünschen.“

Ok, ich bin mit Sicherheit kein Jurist, allerdings frage ich mich, ob hier eine Kosten/Nutzen Analyse oder nur eine Rechtsempfehlung als Grundlage ist für die Empfehlung, die Prof. Hoeren hier ausgesprochen hat.

Aspekt 1: Wie bekommen Unternehmen heute ein klares Bild von den Wünschen ihrer Kunden? Eine Befragung hat hier nur bedingte Aussagekraft und ist kostspielig. Facebook kann hier helfen durch einen geführten Dialog mit dem Kunden.

Aspekt 2: Die interaktiven-privaten Umgangswünsche haben zur Folge, dass sich negative Stimmung entladen will. Als Beispiel sei die Facebook “Fan-Page” von UBS genannt. Diese wurde nicht vom Finanzinstitut angelegt – dennoch hatte sie zunächst über 7000 “Fans”, die die Pinnwand befüllten. Von einem Ventil kann da leider nicht mehr die Rede sein.

Aspekt 3: Was sind die Geschäftsinteressen eines Unternehmens? In einem Konsumentmarkt liegt dieses in den meisten Fällen in der Erfüllung des Brand-Versprechens. Durch die “sozialen” Effekte von Facebook lässt sich die Kommunikation des Versprechens deutlich interaktiver und günstiger gestalten als mit anderen Kommunikationswerkzeugen.

Nun bin ich kein absoluter Fan von Facebook – auch sehe ich dies neben Twitter, Xing und Blogs nur als ein Werkzeug an, aber die rechtliche Klärung der “Entsorgungsfrage” hat auch keine Kernkraftwerke verhindert.

Posted via email from Thorsten Zoerner’s Posterous

Written by Thorsten Zoerner

Juni 21st, 2011 at 7:18 pm

Mein persönliches Unwort des Jahres: Die Erneuerbaren

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Leitmedien.replaceAll('/D|die\sErneuerbaren/','die erneuerbaren Energien');

Vor einigen Jahren hatte man noch Zeit “Erneuerbare Energien” zu sagen. Es war klar, um was es ging. Heute wird nur noch von “Die Erneuerbaren” gesprochen. Klar, wenn im nächsten Satz der Leitmedien von Brennelemente die Rede ist, weiß man, dass es um Strom geht. Eine Abkürzung auf “Die Erneuerbaren” klingt für mich zu stark nach Abwertung und Ablenkung vom Thema. Was Erneuerbar ist, tauscht sich selbst aus, warum soll ich mich dann jetzt darum kümmern. Lieber etwas was brennt wie ein Brennelement – wo es brennt, da kommt die Feuerwehr, weil es nicht einfach nur erneuerbar ist.

Written by Thorsten Zoerner

August 25th, 2010 at 10:48 pm

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Spracherkennung

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Computer einfach mit der Stimme bedienen. Es hört sich irgendwie praktisch an, und das ideale Eingabemittel nach der Keyboard, Maus, Finger/Touchscreen Ära. Vor etwa 20 Jahren kamen die ersten Systeme auf den Markt, die dem Menschen auf den Mund schauen und versuchen den Befehlen zu gehorschen.

1986 kam der Film Star Trek IV in die Kinos, und es schien noch so genial zu sein…

In der Realität ist Sprache jedoch denkbar ungeeignet zur Kommunikation. Zumindest die gesprochene Sprache. Dinge müssen formuliert in eine Semantik gepresst und ausgewertet werden. Eine Semantik, die je nach Anwendungsfall sehr unterschiedlich aussehen kann. Es existiert Sprachsteuerung und Spracheingabe. Steuerung zum Beispiel im Mobiltelefon zur Anwahl der Kontakte. Eingabe zur Erstellung von Mitschriften.

Bei der Steuerung hängt es davon ab, wie begrenzt das Folumen der Sprach und die Aufgabe des Gerätes ist. Was beim Telefon noch funktioniert, kann beim Navigationsgerät bereits zum Problem werden. Die Möglichkeiten sind zu groß und damit die Genauigkeit gering.

Genauigkeit ist ohnehin das Problem der Sprachbedienung, 80% erreichen Systeme heute, wie auch vor 10 Jahren. D.h. jedes 5. Wort wird falsch verstanden, wenn man einen freien Text dem System diktiert.

Lange Rede wenig Sinn: Ein altes Hypethema, welches wir heute nüchtern auf sehr wenige Einsatzbereiche reduzieren, nicht aber als neues Eingabemedium für Computer.

Inspiriert durch Coding Horror – What happened to Voice Recognition

Written by Thorsten Zoerner

Juli 8th, 2010 at 2:17 pm

Fachmagazine unter Wert verkauft

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Im Beitrag “Fachtitel sterben, Fachblogs leben – Zum Ende von InformationWeek und Network Computing” bezieht Tapio Liller Stellung zum Ende der beiden Fachzeitschriften. Ein tragischer Verlust, besonders für die Personen, die Ihren Job dadurch verlieren. Nach den ersten Zeilen, hatte ich mir überlegt, warum ich auch die genannte c’t oder iX schon länger nicht mehr als Abo beziehe und kam sehr schnell zu dem Ergebnis, dass sich der Ort meines Informationskonsums verändert hat. Heute ist es der Feedreader auf dem Netbook, oder das Kindle mit Callibre, die mir zu jedem Zeitpunkt meinen News-Rush befriedigen.  Dumm nur, dass die 28 Redakteure von den Bezahlmodellen hinter dieser Konsummöglichkeit bislang nichts haben (Kachingle?, Flattr?). Die PR/Werbewirtschaft kann das Problem zumindest für ihre Kunden lösen..

B2B-Unternehmen müssen künftig noch stärker dort “stattfinden”, wo ihre Kunden nach Informationen, Hintergründen und Bewertungen suchen – im Internet. Allein die eigene Firmenwebsite aufzuhübschen reicht dazu allerdings nicht. (via Open Source PR.)

… so geht die Reise nach der Ansprache des Kunden weiter zum Beitrag Social Media im B2B Entscheidungsprozess, bei dem einmal nicht die Dauerbeschallung vom “kostenlosen” Social Media die Rede ist, sondern die 5 Phasen des Ideal-Drehbuch der modernen Öffentlichkeitsarbeit zu finden ist.

Ist der Schluss zulässig, dass der informationsmäßige Mehrwert der 28 nun joblosen Redakteure der Beitrag am Entscheidungsprozess ist? Spätestens jetzt kommt das Bild von Journalismus absolut ins Wanken. Fachmagazine als Dampflokomotive, die nun durch die E-Lok Social Media ersetzt wird. Der Redakteur als Heizer auf der E-Lok?

STOP! Hier geht etwas am Konsumenten vorbei. Das Problem des Konsumenten ist nicht, wie sie an Produktinfos kommen. Sondern die Magazine haben die Aufgabe genau die Fragen zu beantworten, die man sich nicht traut seinem Kollegen zu stellen, da man denkt, dass Problem liege in der eigenen Unwissenheit. Und ja, liebe Fachmagazine, eure Bezahlmodelle (inkl. Werbeschaltungen) passen nicht in mein Konsumverhalten – obwohl ich bereit bin zu zahlen.  Lasst euch bitte nicht unter Wert verkaufen! Und wenn, dann teilt wenigstens eure Blog URL am Abschiedsheft mit, damit ich euch regelmäßig kachinglen kann.

Was hier eigentlich stirbt ist die Reputation der Verlage und ihrer Printmedien. Ich bezweifle, dass es hier einen Ersatz gibt.

Written by Thorsten Zoerner

Juli 1st, 2010 at 11:28 pm

Früher waren es Turnschuhminister – heute IPad Revoluzer?

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Papier und Bleistift soll es im deutschen Bundestag sein, doch dann kommt der Revoluzer

DerPolitiker Jimmy Schulz hat als erster Parlamentarier im Bundestag den Tablet-Computer von Apple für eine Rede im Plenum genutzt viaSPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Netzwelt.

und wird umgehend darauf hingewiesen, dass dies nicht der Geschäftsordnung des hohen Hauses entspricht.

Hatte Jobs vielleicht doch recht, dass das Ipad eine Revolution auslöst?

Wenn nun Schirrmacher vor dem iPad warnt – warnt Schirrmacher dann auch vor Reden im Bundestag?

Written by Thorsten Zoerner

Juni 21st, 2010 at 10:47 pm

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