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Archive for the ‘nachgedacht’ Category

Open-Source (LAMP) Systeme nach MySQL

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Es ist erschreckend, wie stark MySQL in die Systeme von heute integriert ist. WordPress ohne MySQL ist nicht denkbar und hat eine Abhängigkeit geschaffen, die zumindest kurzfristig nicht zu lösen scheint. Das Damoklesschwert der Open-Source Community begann bereits 2008 mit der Aquise von MySQL AB durch SUN, welche später von Oracle gekauft wurden. Nun sind es Ankündigungen wie die MySQL Enterprise Edition, die einem das Schauern ins Gesicht treibt.

Networkworld zeigt Alternativen, die durch Maria DB und Co. gegeben sind. Doch was passiert, wenn diese Anbieter gekauft werden? PostgreSQL als Unterbau für WordPress, wie es  mit einem Plugin möglich ist? Die Offenheit für die Zukunft, die ich bislang bei einem LAMP System gesehen habe, scheint durch Entfernung des “M” für MySQL in Gefahr zu sein.

 

Written by Thorsten Zoerner

Dezember 20th, 2011 at 10:48 am

Und auch 2012 wird es mit Emails weiter gehen (und bridging nicht zum Standard)

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Vor zwei Jahren hatte ich hier im Blog einen Adventskalender veranstaltet mit dem Blick in die Glaskugel, was 2010 kommen wird. Eine Reaktion war von Dirk eine Liste von 10 Punkten, die nicht passieren werden:

Email wird 2010 sicher noch nicht als primäres Kommunikationsmedium verdrängt Auch wenn wir im nächsten Jahr sicher eine deutlich steigende Akzeptanz und verstärkte Nutzung von Web2.0 Tools im Geschäftsumfeld erleben werden (Enterprise2.0), wird email aus Bequemlichkeit und geradezu idealer offline Fähigkeit sicherlich nicht so schnell massiv zu reduzieren sein. Bei intelligenter Nutzung und Integration von email mit neuen Technologien werden sogar interessante Bridging Anwendungen denkbar. Ein schönes Beispiel dafür im Internet ist der Dienst von Posterous. Eine spannende Umsetzung im Businessumfeld ist das IBM Forschungsprojekt Topika. Hach, noch ein Thema zu welchem ich demnächst mal bloggen sollte. (via)  

Mittlerweile sind wir 2 Jahre weiter. Noch immer füllt sich meine Mailbox mit mehr als 100 Mails pro Tag, die Möglichkeit von Bridging Anwendungen ist leider nie in der Form in meinen Alltag eingeflossen, wie ich es mir eigentlich gewünscht hätte.

Dieser Blog-Post wird wieder im Webbrowser geschrieben. Obwohl ich mit meinem Smartphone längst sehr schnelle auf der Tastatur arbeiten kann. Mein Flickr Album wird per Upload-Tool befüllt, obwohl die Posterous Anbindung bereits 3 Jahre konfiguriert ist (und funktioniert).

Ich frage mich, warum dies so ist?

Vielleicht weil ich dem Dienst (Posterous) nicht soweit vertraue, dass ich dies als Zugang zu all meinen “Publikationen” verwenden will. Vielleicht weil ich kaum jemanden anderen sehe, der dieses Anwendungsszenario umsetzt…

Written by Thorsten Zoerner

Dezember 15th, 2011 at 12:53 pm

Gerade habe ich Tweetdeck gestartet – G+ killt niemanden – Instant Gratification in einer Stunde

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Es ist eigentlich nichts ungewöhnliches, dass ich Tweetdeck start. Auch Meldungen, dass der Twitter Client ein Update hat – und jetzt erst aktualisieren möchte, ist nicht ungewöhnlich. Achja, im Browser habe ich WordPress geöffnet, wo ich einen Blog Post schreiben will. Google+ ist natürlich auch in irgend einem Tab vergraben und wird Informationen liefern.

Google+ killt keine andere Anwendung

Zumindest was Twitter und Facebook angeht, kommt auch AllFacebook zu einem ähnlichen Ergebnis. Dort sieht man aber WordPress und Tumblr (wahrscheinlich auch Posterous) als befristet an. Doch warum sollte es so sein? Facebook, Twitter und auch Google+ sind Anwendungen, die Impulse geben. Viele, viele kleine Impulse von Informationshäppchen, die wir verarbeiten sollen. WordPress, Tumblr und Posterous hingegen bieten einen Impuls – danach geht es um ein Thema in einem Beitrag. Man muss lesen, man muss die Aufmerksamkeit bei dem halten, was dort steht.

Informations Impuls pro Stunde

zeichen_je_stunde

Zeichen pro Stunde

Instant Gratification nennt sich die Sucht nach dem Sofort.Der Schrei nach einer aktualisierten Information, bevor  die Daten des letzten Updates überhaupt interpretiert und damit zur Information geworden sind. Natürlich unterscheidet sich die Art und der Inhalt der Information. Ist es bei Xing vielleicht nur ein einfaches “Kontakt A hat nun Kontakt B als neuen Kontakt”, so haben Blogposts wesentlich mehr Inhalt zu übermitteln. Die Datenmenge, die sich allerdings aus der Kombination aller Streams ergibt, ist bereits beachtlich und erklären, warum eine Datenflatrate für 200 MB bereits nach wenigen Tagen erschöpft ist.

Die Grafiken dieses Posts basieren auf einer beliebigen Stunde (Dienstag, 12 Uhr) und sind runtergerechnet auf jeweils 100 Kontakte, der jeweiligen Netzwerke. Durch die unterschiedlichen Arten von Informationen, die in den jeweiligen Netzen transportiert wird, muss man bei einem Versuch der Einordnung von Google+ als neuen Dienst allerdings etwas weiter gehen.

informationsdichte

Skaliert auf 100 Kontakte/Friends/Quellen

Der nächste Parameter ist die Anzahl der Zeichen je Impuls.  Xing ist hier klassisch sehr schlank. Twitter hat eine Begrenzung von 140 Zeichen. Die Echtzeitmeldungen von Facebook sind wohl eher eine Einrichtung für ganz langweilige Stunden.

Google+ ist damit, zumindest in der betrachteten Stunde, bei mir zwischen Twitter und dem Feed-Reader anzusiedeln, was die Zeichenmenge (Informationsmenge?) angeht. Da die durchschnittlichen Zeichen je Impuls jedoch näher an Twitter liegt, sehe ich die dort zu veröffentlichenden Inhalte auch eher als ein Impuls Generator, der lediglich für eine weitere Aktion (Besuch eines Blog-Posts)  verwendet wird.

Written by Thorsten Zoerner

Juli 26th, 2011 at 1:06 pm

Ein Informationsmonopol aus Computerbild, Idealo und Media Markt?

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Der Axel Springer Verlag möchte Idealo und Computerbild stärker miteinander verbinden (Quelle). Der Media Markt hat ein “Angebot” welches direkt auf Idealo basiert. Man möge einfach einmal das Vakuum von emanzipierten, wohl informierten Kunden bedenken, welches sich nach dem Lesen dieses Erfahrungsberichtes ergibt.

Written by Thorsten Zoerner

Juni 22nd, 2011 at 2:36 pm

Facebook For The Enterprise / Activity Streams – Funktioniert oder nicht?

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Facebook for the Enterprise bezeichnet eine Möglichkeit  die Technik die eine ähnliche Kommunikation, wie sie auf Facebook geführt wird auch im Unternehmen nutzen zu können. Der Überbegriff lautet dann  “Activity Streams”.

Zwei Blog Posts zur Meinungsbildung

Cons: Agencycollaboration meint:

  1. The content is impersonal.  If it didn’t relate to the work, you wouldn’t create it.  But that also means that the vast majority of the content run across isn’t interesting to you, and the vast majority of the content you create isn’t interesting to those who encounter it.
  2. The feedback is decidedly mixed.  If you ask for feedback at work, expect a ton of “suggestions” which may end up infuriating you.  You don’t get the uniform encouragement of Facebook.

Pros: Luis Suarez (ELSUA) meint:

  1. Activity Streams permeate throughout transparency and openness
  2. They help you, greatly, be done with the obsession to read AND respond to everything
  3. They facilitate serendipity and Informal Learning
  4. They help flatten organisations and traditionally hierarchical structures
  5. They inspire an open knowledge sharing culture

Die Realität: Das Werzeug Activity Stream/Facebook4E haben wir schon…

  • Xing hat einen Activity Stream auf der Startseite
  • Salesforce hat den “Salesforce Chatter”
  • Elgg bietet ein Framework für Anwendungen
  • SugarCRM kennt Aktivitäten
  • Lotus Connections bietet auf der Startseite eine Übersicht von Updates
  • Vivisimo setzt das Konzept von Activity Streams für den Wissensaustausch ein.
  • Billomat bietet einen Strom von Aktivitäten für Rechnungen, Angebote und Co.

… d.h. als Anwender muss ich mich egal ob ich es will oder nicht mit dieser Form der Kommunikation auseinander setzten.

Ein Prozess, der sich zumindest bei den meisten Unternehmen, ohne Change-Management ergeben hat und damit leider auch die Systematik fehlt.

Facebook 4 the Enterprise bringt damit die gleichen Probleme wie das Vorbild in die Unternehmen.

  • Welche Anwendung, welche Kommunikation wird abgebildet? Auch Facebook hat seine Streams in den letzten Jahren ständig geändert.
  • Was bedeutet “sensible Information” in der Zukunft? Wie können die bestehenden Zugriffmodelle übertragen werden?
  • Noch eine Inbox – wenn das Thema nicht strategisch angegangen wird.

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