Titanic beantwortet: Was ist Flattr?
Verfasst von Thorsten Zoerner unter angeschaut am 24. Juli 2010
Tools zur Unterschützung zweiseitiger Märkte, oder zu Deutsch: Blogbezahldienste wie Kachingle und Flattr erfreuen sich bei vielen Bloggern (und auch mir) einer gewissen beliebtheit. Was man trozdem nicht vergessen sollte findet man nun als Sommerlochfüller bei der Titanic:
Drei wichtige Fakten, die Sie über “Flattr”, den neuen Online-Betteldienst für Blogs und Co., unbedingt wissen sollten:
Adressiert wird in gelungener Form das Unverständnis, welches diese Dienste auf den ersten Blick bei Personen, die sich damit nicht beschäftigt haben auslöst. Es zeigt, wo diese Dienste und deren aktuelle Nutzer noch Kommunikationsarbeit leisten können, sollen, müssen:
- Viel Traffic kommt auf Blogs über Suchmaschinen. Ist man am Freizeitsurfen, so ist es irgendwer der da was schreibt. Entsprechend wird wohl wenig das Unmittelbare, persönliche erkenntlich, dass sich hinter den Autoren versteckt. Media-Gigant oder vielleicht mein Nachbar, der Freizeitsurfer braucht zu lange, um den Unterstützungswert zu erkennen. Der Empfänger meiner Zuwendung ist zu lange anonym, wodurch im Kopf die Assoziation mit “Dem Blogger” aus “Der Talkshow” entsteht.
- Flattr Buttons und Kachingle Medaillen sind kein Ersatz für Werbung, werden aber manchmal so eingesetzt. Optimiert auf Klickverhalten ohne Kontext. 1 Satz warum, ist vielleicht hilfreich. Der Content siegt und nicht die Zuneigungsmaximierung.
- Monetarisierung ist für manche Blogs ein Ziel, kann aber nicht für alle Blogs ein Ziel sein. Die Dienste werden aber häufig nur aus der Verdienseite positioniert als Einnahmequelle. Es ist aber auch eine Ausgabenquelle: Eine Möglichkeit auf die Autoren und Schreiber etwas zu verteilen, die man konsumiert.
Danke Titanic, ich finde euren Beitrag wirklich cool, da er aufzeigt wo noch Kommunikationsschwächen der Blogs und der Diensteanbieter sind.
Die einzig wahre Satire Sendung “Extra3″ sagt: Willkommen bei Facebook
Verfasst von Thorsten Zoerner unter notiert am 24. Juli 2010
Sehr schön, was meine Lieblingsunterhaltung vom Wochendabschluss dort veröffentlicht hat. Nur jetzt mal eine Frage um Facebook in Schutz zu nehmen: Hat jemand schon einmal einen Anruf bekommen, wo die Daten per Facebook kamen? Oder sind Bilder fremd verwendet worden? – Das soll nicht bedeuten, dass ich mit dem Treiben von Facebook einverstanden bin, denn ich verstehe auch die Einstellungen nicht mehr.
Aber: Ich freue mich jetzt schon auf die Folge auf brouhaha.de, wenn das erste Unternehmen Daten von Facebooknutzern im großen Stiele missbraucht.
Per Collaboration-Handshake Zeit sparen im Enterprise 2.0
Verfasst von Thorsten Zoerner unter nachgedacht am 23. Juli 2010
Vor einigen Tagen, hatte ich die Anekdote hier veröffentlicht, wie sich einige Collaboration Experten darum bemüht haben ein Tool zu finden, wo sie zusammen arbeiten können. Das Problem: Der Zeitaufwand, der für dieses “Finden” benötigt wurde war einfach zu lange. In einer klassischen 1.0 Welt hätten wir einfach uns in einem Raum zusammengesetzt und auf einer Tafel/Whiteboard die Dinge zusammengetragen. Wie es aber eine moderne Arbeitswelt mitbringt, stand ein persönliches Treffen nicht zur Debatte. Auch die Synchronisation zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht.
- Wie arbeiten wir zusammen?
- Wo arbeiten wir zusammen?
Das eigentlich schöne war, dass die Entscheidung “Wir arbeiten zusammen” das Schnellste im folgenden Prozess war. Die Auswahl der Plattform, Werkzeuge und das Enablement der Teilnehmer hat die Zeit gekostet.
Regeln sind “Old-Fashion”
Klar kann man für alles Regeln aufstellen, und von vorneherein die Tool-Auswahl definieren. Oder einen formalen Prozess des “Zusammenarbeitens” definieren. Dies wird jedoch nur bedingt funktionieren, da sich die Tools schnell ändern – gerade in der Modernen-Webwelt. Was heute noch in Wikis erledigt wird, verlagert sich morgen in Microblogs und übermorgen vielleicht in wieder ein anderes Werkzeug. Starre Regeln, die irgend jemand einmal ausgearbeitet hat würden die Innovation und die Kreativität nur im Wege stehen.
Wie macht das unsere Technik?
Nehmen wir Mobiltelefone als Beispiel (und Techniker mögen ein paar Ungenauigkeiten jetzt verzeihen). Mobiltelefone entstammen unterschiedlichen Generationen, haben unterschiedliche Techniken und sollen dennoch störungsfrei im gleichen Netz funken. Damit dies möglich ist wird beim Einbuchen in ein Netz ein Handshake durchgeführt. Kurz: Das Handy sagt was es kann. Das Netz antwortet was es kann. Man einigt sich entsprechend einer Prioritätsliste auf das Verfahren mit der höchsten Priorität. Sollte es zu Konflikten kommen, so besitzt das Netz die Intelligenz so die Resourcen zu verteilen, dass alle den best möglichen Standard (Übertragungsrate etc…) bekommen.
Nicht jedes Handy ist modern
und so sind auch die Personen, die zusammen arbeiten wollen nicht alle auf dem gleichen Technologiestand. Der eine mag vielleicht mit den Möglichkeiten von “Subsribtions”, “Follows” vertraut – der andere mit dem Umgang von Versionierung, wieder ein anderer kennt vielleicht die Vorteile von Tagging. Letztendlich soll auch noch ein gemeinsames Werk erstellt werden, welches gewisse Eigenschaften verlangt.
Noch einmal Technik
Eine weitere Möglichkeit, die zum Beispiel bei Netzen verwendet wird, ist eine Discovery Funktion. Geräte “hören” in das Netz, ob der Dienst erbracht werden soll. UPNP oder auch DHCP laufen so ähnlich. Ein Rechner will mit anderen Rechnern im Netz zusammen arbeiten, vorher sendet er eine Anfrage nach dem Prinzip “Wer hat eine Adresse für mich”. Ein DHCP Server antwortet mit “Ich, nimm folgende IP Adresse, und Du kannst mit den anderen Rechnern kommunizieren”.
DHCP der Collaboration
könnte ein ähnlicher Vermittlungsdienst sein, der die einzelnen Personen kennt, die zusammen arbeiten möchten und einen Collaboration Space bereitstellt. Entsprechend vorkonfiguriert usw… Gleichzeitig die unterschiedlichen Eigenschaften der Personen berücksichtigt.
Der Meister
Handy oder Computervernetzung. In beiden Fällen existiert zumindest für die Entscheidung des “Protokolls” eine Art Meister, der zwar inhaltlich nichts leistet, jedoch die Kommunikationsparameter definiert. Auch wenn die einzelnen Teilnehmer später gleichberechtigt sind, so ist die Aufgabe des Meisters diese Gleichheit herzustellen.
Wie könnte ein solcher Collaboration Meister aussehen? Existiert so etwas bereits? Wie sieht das Protokoll aus?
Chrome Erweiterung zeigt Karte von Orten auf einer Webseite
Verfasst von Thorsten Zoerner unter angeschaut am 23. Juli 2010
GeoThis nennt sich eine Erweiterung von Google-Chrome, die eine Karte mit Orten anzeigt, die auf einer Webseite vorhanden sind. Was sich zunächst wie eine hübsche Geo-Spielerei anhört ist im Hintergrund eine nette Kombination von Google Maps, Placemaker und YQL – oder in anderen Worten die intelligente Verknüpfung verschiedener APIs.
Placemaker ist hierbei wohl das wichtigste Element. Mit dieser Yahoo-API lassen sich Ortsangaben in Texten erkennen und Auswerten. Etwas Probleme hatte das Tool bei meinem zukünftigen Wohnort “Mauer”, da hier kein Ort erkannt wird. Ähnliches Ergebnis beim Wort “Essen”, wobei es mir bei meinen Tests gelungen ist dort einen Ort angezeigt zu bekommen, wenn etwas mehr Adressinfos wie nur der Ortsname vorhanden ist. Beispiel: Die Straße.
Installation von Android Apps ohne den Market
Verfasst von Thorsten Zoerner unter angeschaut am 22. Juli 2010
Man kann sich wirklich nicht beschweren, dass es im Android-Market nicht genügend Anwendungen gibt. Wer sich allerdings etwas in Entwicklerkreisen umsieht, stellt schnell fest, dass es auch einen sehr großen “grauen” Markt von Anwendungen gibt, die eben (noch) nicht im Apps-Markt verfügbar sind. Genau dann fängt aber das Problem an, wie man diese installieren kann…
Grab the app you want from a full-fledged browser on your desktop, then drop it in Dropbox on your system. (via Use Dropbox to Easily Install Non-Market Android Apps)
Die Idee ist wirklich nicht schlecht – und einfach. Für Android existiert eine Dropbox Anwendung, die es erlaubt auf die dort abgelegten Dateien zuzugreifen. Warum nicht diesen Mechanismus nutzen, um APK Dateien zu transferieren?
(… hätte man wirklich früher drauf kommen können, weiß wirklich nicht, wie oft ich schon mit Bluetooth rumgepfrimelt habe…)