Google Wave – Was ist das eigentlich (für mich)?



 

Etwas mehr als 24 Stunden ist es her, dass ich nun die Google Wave Einladung im Postfach hatte und somit auch mir ein Surfvergnügen gönnen konnte…

Meine (subjektive) Systemanalyse

Google Wave ist eine Kommunikationsplattform, die es ermöglicht Diskussionen mit Kontakten zu führen. Eine Diskussion nennt sich Wave, und stellt zunächst lediglich ein Container da, an dem Zugriffsrechte definiert werden. Aus meinen Kontakten kann ausgewählt werden, wer diesen Container sehen und daran teilhaben kann. Jeder Teilnehmer hat die gleichen Rechte und kann somit auch weitere Teilnehmer einladen.

Innerhalb eines Wave/Container können Beiträge geschrieben werden, der Bearbeitungsumfang ist vergleichbar mit einem HTML/Rich-Text Editor. Der entstehende HTML Beitrag wird gemeinsam mit dem Editierungszeitpunkt und dem Benutzername  in der Wave gespeichert. Die Wave listet jeweils alle Beiträge chronologisch geordnet auf. Zusätzlich kann über eine Animation die Änderungen im Zeitverlauf sichtbar gemacht werden.

Einzelne Beiträge können beantwortet werden. Eine Antwort ist ein Unterbeitrag zu einem bestehenden (Relation). Diese kann entweder für alle, den Bearbeiter des Elternbeitrags, oder eine Liste von Personen sichtbar gemacht werden.

Um das gemeinsame Arbeiten innerhalb einer Wave sichtbar zu machen wird AJAX verwendet, welches zeitnahe Änderungen anderer Benutzer der Wave anzeigt.

Da es sich bei den Beiträgen offenbar um HTML Code handelt können HTML-Inserts durchgeführt werden. Diese sind vergleichbar mit Widgets, haben aber scheinbar keinen Zugriff auf die Daten des Wavecontainers oder auf Daten anderer Widgets, wie dies bei Mashups der Fall ist.

Zugriff auf Google Wave erfolgt über eine Art Dashboard, welches mit einer Webmail-Oberfläche vergleichbar ist. In dieser Oberfläche kann eine neue Wave angelegt werden, oder auf bestehende Wave zugegriffen werden. Auch wird man über neue Waves informiert, bei denen man als Teilnehmer hinzugefügt wurde.

Weitere hier nicht näher betrachtete Funktionen: Suche, Dateiuploads, Archivierung.

Meine (subjektive) Nutzenanalye

Durch die Einführung des Konzeptes “Wave” wird ein Container um die klassische Anfrage<->Antwort Schema, dass bei Mails vorhanden ist gebaut. Diese neue Organisationsstruktur erlaubt es von dem Format der E-Mail bekannten Gedankenkonzept der asynchronen Kommunikation in eine synchrone Kommunikation einzutreten. Die Suche nach der “In welcher E-Mail war dies” – wird zur Suche nach “In welcher Diskussion war dies”. Durch diese synchrone Kommunikation/Diskussion wird es möglich über eine längere Zeitspanne ein Thema zu entwickeln – ohne den Verwaltungsaufwand zu haben, den man bei klassischer E-Mail durch manuelle Organisation einer Historie hat.

MeineWunschliste

  • Integration von Nicht-Wave Nutzern innerhalb einer Wave
  • Collaboratives Bearbeiten von hochgeladenen Dokumenten
  • Gemeinsamer Datenpool der Widgets um Datenerhebung=>Erfassung=>Analyse=>… innerhalb einer Wave abbilden zu können
  • API … (ok, da gibt es ja was)

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  • Hallo,
    dein erster Punkt der Wunschliste erscheint mir als der zunächst Wichtigste, ich könnte mir da soetwas wie eine Mailingliste vorstellen, auch wenn das unkomfortabel sein dürfte.
    Weiterhin interessant fände ich die Integration von Wave in ein Programm - so wie Mail.app für Mail fände ich eine Wave.app für Wave nicht schlecht. Zumindest auf dem Mac lässt sich das allerdings erstmal durch Fluidapp ganz gut lösen.

    Jannis
  • Muss gestehen, die MAC Welt fasziniert mich immer wieder :) #fluidapp. Integrierbarkeit ist wirklich ein wichtiger Punkt, den man ja auch bei Facebook, Twitter und Co. sieht, bei denen wahrscheinlich die ganzen darauf aufbauenden Anwendungen für eine Verbreitung gesorgt haben.

    Bei Wave scheint es ähnlich zu sein, so findet man unter http://www.google.com/support/wave/bin/topic.py... etliches zum Thema eigene Erweiterungen - auch habe ich irgendwo eine "Howto Wave Enable Your Website" gelesen. Mal sehen, was die Zukunft bringt.
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