Buch-Review: WestEnd Blues – Ein Katharina-Klein-Krimi-aus FFM von Helmut Barz



 
Ein Katharina Klein Krimi von Hemult Barz

Ein Katharina Klein Krimi von Hemult Barz

Fazit in 140 Zeichen:

Empfehlenswerte Lektüre  für Fans von Krimis oder Menschen, die Krimis nur aus der Klotze kennen und Romane nur im Urlaub lesen. #Spannung

Fazit in ein paar mehr Zeichen:

Selten genug kommt es vor, dass ich Zeit finde kein Fachbuch, sondern etwas zur Unterhaltung zu lesen. Es ist Urlaub und als Lesewerk habe ich das Buch von Helmut Barz vor mir liegen, welches in der Main Metropole spielt. Jetzt muss man dazu sagen, dass es mich sonst im Urlaub immer zu Büchern wie Mohrenwäsche von Tom Sparpe oder ähnlichem von britischem Humor strotzenden Werken  zieht.

Diesmal ein klassischer Krimi, dessen Handlung in der Stadt spielt, in der für mich bisher nur Jörg Schüttauf und Andrea Sawatzki auf Mördersuche gingen. Doch die hören auf und Nachwuchswünsche müssen im Genpool der Komissare gesucht werden. Ok – Es geht nicht um Tatort, sondern um ein Buch.  Der WestEnd Blues würde auch nicht als Tatort funktionieren, denn es bedarf schon 380 Seiten – und keine 90 Minuten – um ein Geflecht aus 5 Fällen aufzubauen, zusammenzubringen und anschließend wieder zu entwirren.Ermittlungen die parallel zu Ergebnissen führen, Gefahren bringen und emotional binden.

Katharina Klein, die Hauptfigur des WestEnd Blues stelle ich mir als Mischung aus Lena Odenthal und Ziva David vor, wobei ich für das Mischungsverhältnis den Ratschlag einer der anderen Personen aus dem Roman benötigen würde. Trotz Suspendierung in weiten Teilen der 14 Tage in denen die Handlung des Buches sich erstreckt, stehts im Dienst und als eifrige Ermittlerin im Einsatz.

Wer im WestEnd Blues nach Lokalpatrotismus in Form eines Heimatromans sucht wird enttäuscht werden: Frankfurt als Tor zur Welt – wobei durch dieses niemals gegangen wird. Frankfurt als Spiegelbild der Welt ohne moderne Stereotypen wie Terrorismus oder Internetkriminalität zu strapazieren machen das Buch unterhaltsam und zeitlos, wie es sich für einen Krimi gehört. Lektüre für diejenigen, die gerne Tatort schauen und sich trotzdem den Luxus gönnen wollen, die eine starke Charakterbeschreibung in einem Roman mit sich bringt. Ein Händedruck kann man beschreiben – aber nur bedingt spielen und so können auch jede der handelnden Personen per Handschlag erkannt werden.

Mit den Worten “Oh. Scheiße” endet der Roman, nachdem Katharina eine wichtige Information für den nächsten Teil durch ihren Chef Polanski erhalten hat. Polanski , der Regisseur im Hintergrund von Katharinas Wirken, der etwas zu Amendt der personifizierten dialektischen Betrachtung des Romanes, sagt..

Grotesk ist, wenn man das Buch schließt; Ins Internet geht und einen Beitrag von Amendt zu Polanski bei der Welt-Online liest – doch dieser Roman nennt sich wohl Abgründen der Wirklichkeit.Vielleicht kehrt man dann doch lieber zurück in die Fiktion, schaut bei der Sonderermittlungseinheit ob der KAJ Konzern bereits eine Gewinnwarnung veröffentlicht hat und somit die Zeit für den nächsten Teil der “Katharina Klein” Krimis gekommen ist.

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