Online-Petition für eine kostenlose Vorstufe bei Abmahnungen



 

Abmahnungen im Internet sollen in Zukunft eine für den Beklagten kostenlose Vorstufe bekommen. Der Abmahner soll mit dem Beklagten in Kontakt treten und diesem seinen Abmahngrund mitteilen und diesem so eine Möglichkeit geben um diesen möglichen Verstoß innerhalb einer [bestimmten] Frist zu beseitigen.

via PolkaRobot und beim Medien Blog

Zunächst der direkte Link zur Petition.

Ein Problem, welches mir beim Stichwort “Augsburg”, “Jako” und “Analytics” in Verbindung mit Abmahnungen zur Zeit auffällt ist, die rechtliche Disharmonie bei den aktuellen Abmahnverfahren. Meist sind “Privatpersonen” betroffen, die nur ein geringes finanzielles Budget zur Verfügung haben und somit bei einer Kostennote auch mit gewissen Existensängsten konfrontiert werden. Da es sich ja “nur” um eine Abmahnung handelt, bei der nach Bezahlung und Behebung die Sache vom Tisch ist werden viele Punkte nicht wirklich geklärt. Für die Summe der Blogger (~Betroffene) ergibt sich damit immer wieder die gleiche Gefahr.

Warum existieren keine Crowd Funding Modelle, wo die Unterstützung der Betroffenen nicht nur über einen 1 Sekunden ReTweet ausgedrückt wird  – sondern Kleinbeträge eingeholt werden die zur rechtlichen Beratung genutzt werden können. Es gibt einiges an rechtlichen Konsequenzen die man in solch einem Modell beachten müsste, jedoch würde ein Problem damit gelöst werden: Auf der einen Seite ist der Abmahnende (=Geschätigter) mit einem finanziell sicheren Polster – auf der anderen Seite ist der Verursacher ohne finanziellen Hintergrund – dafür aber mit der “Masse” hinter sich.

Dieses Ungleichgewicht fördert nach meiner Meinung eine “moralisch” bedenkliche Kultur von der Abmahnung an Stelle des Telefons und direkten Dialoges gebrauch zu machen.

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  5. Die Petition ist geschafft … was kommt als nächstes @kudak

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  • Danke fürs verlinken. Sehr schön, dass du diese Petition unterstützt.

    Deine Idee mit Spenden finde ich auch sehr interessant aber wie Rene schon geschrieben hat, ist immer die Frage wieviele wirklich dabei spenden würden. Erst sagen viele ich machs und dann machen es doch nur ein paar wenige.
  • Ich bin absolut für diese Petition, habe sie auch bereits unterschrieben. Der Einzelne muss einfach vor dem Abmahnwahn - der scheinbar besonders in unseren Gefilden verbreitet zu sein scheint - geschützt werden.

    Eigentlich sollte schon der gesunde Menschenverstand dafür sorgen, dass erstmal zum Telefon gegriffen oder eine email gesendet wird. Wofür hat denn mittlerweile (fast) jeder ein Impressum? Doch nicht nur dafür, dass eine Adresse angeboten wird, an die die Abmahnung geschickt wird...

    Ich finde die Idee mit dem Crowdfunding nicht schlecht. Wenn dies dazu dient, Abmahnungen in unklaren Situationen in Zukunft zu verhindern, indem ein Sachverhalt mal ein für alle mal klargestellt wird, wäre ich auch bereit zu crowdfunden.

    Sicherer und besser wäre aber, wenn die kostenlose Vorstufe zur Abmahnung Pflicht würde. Dann wäre Serienabmahnern der Wind aus den Segeln genommen. Also ... unterzeichnet die Petition :)
  • Die Idee ist sicherlich gut, aber wie viel kommt da tatsächlich zusammen? Frag dich doch selbst, ob du bereit gewesen wärst bei jedem der drei von dir genannten Beispiele 5 Euro zu "spenden".

    P.S.: Geschätigter -> Geschädigter
  • Naja, ich hätte einmalig 10 EUR gegeben - und mein Geld hätte dann hoffentlich bis zu dem Fall von http://www.internet-law.de/2009/11/rechtsanwalt... gereicht...
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