Eine Suchanfrage zum Beispiel bei Google deutet immer auf ein gewisses Defizit hin. Zumindest einem Defizit von Informationen. Betrachtet man die Motivation, die hinter einer Suche steckt, so erkennt man sehr schnell welche Themen bestimmte Personengruppen beschäftigen. Google Insight-Search erlaubt es eigene Nachforschungen im Ländervergleich anzustellen und so frühzeitig Entwicklungen zu erkennen. Im Prinzip sind die Möglichkeiten zur Analyse und Auswertungs mittels Insight-Search fast unbegrenzt und ein nützliches Werkzeug für viele Aufgabenstellungen bei der Recherche.
Thema: Arbeitslosikeit
Im Jahresvergleich kann man recht gut erkennen, wie sich die Lage in Mecklenburg-Vorpommern immer weiter zuspitzt. Im Zeitraum Januar-März 2010 erreichen die Suchanfragen ihren Höhepunkt mit 100 Punkten im Index der Suchen von Google.
Spannend wird das Thema, wenn man einen Vergleich mit den Regierungsparteien der einzelnen Länder anstellt. Mit dem Ergebnis, dass es kein Ergebnis gibt. Brandenburg hat konstant relativ wenige Suchanfragen und wird SPD regiert, ebenso wie Mecklenburg Vorpommern. Die stärkste Veränderung über die 3 Jahre hat es in Thüringen gegeben. Dort war es 2008 noch “Mittel” im Jahre 2010 nur noch niedrig. Wir erinnern uns, dass es hier einen Regierungswechsel im Jahre 2009 gab, bei dem aus der CDU Landesführung (rund um Althaus) eine große Koalition aus CDU und SPD ergab.
Thema: Bildung
Sehr spannend finde ich die Ost-West Teilung beim Thema Bildung. Sieht man vom Saarland und Bremen ab, so führen hier die Bundesländer im Osten das Rennen um Suchanfragen an. Schlusslicht ist hier Bayern. Wir erinnern uns, dass es um Suchanfragen gibt. D.h. die Bewusste Suche nach Informationen. Ursachen kann eine unterschiedliche Aufmerksamkeit bei den Ländern sein. Dies sich allerdings erst beim Vergleich von allen Mega-Trends ergibt. Weitere wie Gesundheit, Armut, Umweltschutz kann jeder gerne selbst bei Google-Insight anstellen.
Das Social Web
Zum Abschluss noch ein Blick in die Welt des Social Webs.
Wir fangen mit der einfachen Frage an: “Soziale Netzwerke” und erkennen eine Diagonale, die sich durch Deutschland zu ziehen scheint. Eine Detailanalyse mit verschiedenen Netzen und Anfragen kann wie auch im vorherigen Beispiel jeder selbst durchführen. Jedoch ist wirklich faszinierend, welches Land das Twitter-Bundesland Deutschlands ist: Hessen. Gleich neben dem Wer-Kennt-Wen Land “Rheinland Pfalz”. Allerdings nehme ich an, dass es sich hierbei um Effekte handelt auf Grund von fehlender Masse der Anfragen.
Selbstverständlich lässt sich das hier gezeigte Verfahren auch mit Marken/Produktnamen durchführen. Leider habe ich persönlich zu keinem Produkt die Abverkauszahlen/Budgetzahlen vorliegen, so dass mir eine Korrelationsanalyse der Suchanfragen (im Kontext von Aufmerksamkeit) und der Ergebnisse vorliegt.
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