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Wie fragwürdig ist die beliebte Krankentage-Statistik?
Verfasst von Thorsten Zoerner unter nachgedacht am 20. Juli 2010
So langsam wird die Zahl der offiziellen Statistiken dünn. Heute im Programm die Krankentage-Statistik:
Mit diesen Zahlen bzw. deren Interpretation hat sich der Journalist Stefan Niggemeier beschäftigt. Er hat recherchiert, dass sich die so oft in den Medien zitierte Zahl (Beispiel) des Statistischen Bundesamtes nicht auf eine kontinuierliche Messung bezieht, sondern auf zwölf Stichtage im Jahr: jeweils den 1. eines Monats. Somit summiert sich die Stichproben-Grundlage nicht auf 365, sondern nur auf 12 (!) Tage. Alles, was innerhalb eines Monats an Fluktuation geschieht, bleibt außen vor. Ebenso kurzzeitige Abwesenheiten ohne offizielle Arzt-Krankmeldung. Nun sind 12 Stichtage für eine derart politisch und wirtschaftlich aufgeladene Zahl eine eher dünne Basis.
viaMensch & Chance.
Passt sich irgendwie in das Bild ein, welches ich schon mit IFO Geschäftsklimaindex, Arbeitslosenzahlen und Co, vor kurzem bei der Buchreview von Crashkurs aufgegriffen hatte.
Social Network Analyse Report 2010
Verfasst von Thorsten Zoerner unter angeschaut am 20. Juli 2010
Bereits seit 2008 werden die Social Networks von Ignite analysiert und zur Verfügung gestellt. Wer sich das Ebook nicht downloaden möchte, der kann sich auch in dem Blogpost einen Eindruck verschaffen
Bereits im dritten Jahr werden von Ignite die großen sozialen Netzwerke nach Alter der Mitglieder, Geschlecht, Haushaltseinkommen und Land/Region untersucht.
Der Report von 2010 zeigt bei fast allen Netzen einen Rückgang des Interesses in 2010. Selbst Foursquare wird nach einem Hype am Ende des letzten Jahres rückläufig bewertet. Auffällig ist, dass die Expansion in den Netzwerken nur wenig in geographischer Hinsicht erfolgt ist, wie einen Vergleich mit dem Vorjahresreport nahe legt. Viel mehr wurden neue Altersgruppen und Einkommensschichten erschlossen.
Mich persönlich interessieren würde jetzt eine Veränderung der Vernetzungsdichte der Mitglieder untereinander, sprich wie viele “Freunde” im Schnitt die Benutzer haben.
Woher weiss Amazon, dass mein Drucker defekt ist? (via Roland Fiege)
Verfasst von Thorsten Zoerner unter notiert am 17. Juni 2010
Die kurze Anwort: von mir selbst. Wie konsequentes Social Media Monitoring und Mapping (Verknüpfung von Profildaten mit CRM-Daten) geradewegs in die Konversion führen kann habe ich am “eigenen Leib” bei Amazon erlebt. Ein Musterbeispiel und ein Plädoyer für Monitoring, Analytics & Targeting.
Im weiteren geht der Beitrag auf die Möglichkeiten der Integration von Social Media Analytics und klassischem CRM bzw. BI ein.
Zum Nachdenken möchte ich aber auch die Frage stellen: Woher kann in Zukunft mein Waschmaschinen Hersteller wissen, dass ich bald eine neue kaufe?
Die Antwort liefert nicht das Social Web direkt sondern das Thema Sensoring, welches bei vielen Technologiefirmen zur Zeit heiß diskutiert wird. Alles soll eine IP Adresse bekommen und den “Status” melden.
Zurück zur Waschmaschine – klassische SmartMeters, wie sie zur Zeit von vielen Stromanbietern verbaut werden sind hier der Anfang. Sie messen zwar “nur” die Stromaufnahme, aber im Falle einer Waschmaschine reicht dies aus. Ist der Heizstarb verkalkt wird mehr Strom benötigt. D.h. Intelligentes CRM der Zukunft könnte sein, wenn der Nutzer eine Benachrichtigung in der Form bekommt: “Achtung, wenn Du jetzt Deinen Heizstarb für ein paar EUR wechselst, dann rechnet sich das im Stromverbrauch”.
Der Energieversorger und der Gerätehersteller treten urplötzlich beim Privatanwender in eine Konkurrenz, wie wir sie heute noch nicht kennen.
Blog-Bezahldienste und ihre Bedeutung für Recht und Steuer
Verfasst von Thorsten Zoerner unter angeschaut am 17. Juni 2010
Zwei interessante Blogposts die sich mit den Auswirkungen von Diensten wie Flattr und Kachingle befassen. Zum einen ist es bei Retosphere, wo man der Frage nachgeht, ob diese Dienste noch der CC-NC gerecht werden.
Dem folgend ist es zumindest nicht ausgeschlossen, wenn nicht sogar wahrscheinlich, dass die Verwendung von Flattr & Co als “commercial” eingestuft werden würde, auch wenn es sich um Einkünfte handelt, die eher mit Spenden vergleichbar sind.Der Fakt, dass Geld fließt, ist hier ein starkes Indiz.
viaFlattr und andere Zahlungsdienste in Blogs – Rechtliche Implikationen? « Offene Netze und Recht.
Zum anderen beschäftigt sich Kultur-Flatrate mit der Frage der steuerlichen Implikation dieser Dienste:
Grundsätzlich unterliegen Einnahmen, die man über flattr erzielt, sicherlich der (im Falle von Einzelpersonen) Einkommenssteuer. Auf torschtl.de findet man hierzu einige Ausführungen, die natürlich genauso wie meine völlig unverbindliche Laien-Ansichten sind, und auch einen Link zu einem Artikel bei Trigami, in denen sich ein Steuerberater mit Partnerprogrammen für Blogger beschäftigt.
via Müssen Flattr-Einkünfte versteuert werden?
Beide Gedankenspiele machen aus meiner Sicht Sinn sie zu führen, auch wenn Sie zunächst bei mir das Gefühl von “Spielverderber” hervorbringen. Der Zweite Gedanke ist, war die Hoffnung, dass nicht keiner der mir bekannten Blogs das Musterprozess-Opferlamm sein wird.
Zum Thema “None-Commercial” bin ich mir ohnehin nicht sicher, ob dies zeitgemäß ist. Auf der einen Seite sollen Inhalte ernst genommen werden, auf der anderen Seite unterscheidet man nach einem Kriterium, welches aus eine Ära vor dem Internet stammt.
Das Thema “Steuer” wird dahingehend richtig spannend, wenn es nicht eine absolute Grenze gibt, die mögliche Gewinne abfedert – würde vielleicht auch für übliche “Aufwandsentschädigungen” oder ähnliche Konstrukte hilfreich sein.
Kayak – Explore
Verfasst von Thorsten Zoerner unter beigelegt, notiert am 15. Juni 2010
Wie weit kommt man mit 460$ – Diese Frage beantwortet dieses Mashup aus den USA, welches nicht das übliche Spielchen "Wo will ich hin?" Beantwortet, sondern den Weg über das "Wieviel Geld habe ich?" einschlägt.