Beiträge getagged mit Das Ich
Moderner Journalist und Steuerberater = Ein Geschäftsmodell (RE: Die Quadratur des Journalismus – bei Blog Age)
Verfasst von Thorsten Zoerner unter notiert am 10. Juni 2010
Das Paradoxon der digitalen Welt lautet wie folgt: Es gibt immer mehr Menschen, die publizieren. Sie nennen sich Journalisten, Blogger, Twitterer, Wikipedianer, Foto-Sammler, Youtube-Mitglieder und Social Networker. Sie ballern uns zu mit Texten, Videos und Fotos. In jeder Länge und jeder Größe.
Journalismus wird wichtiger, funktioniert aber nicht mehr
Ein Beliebter Blogger hat auf einem Treffen vor kurzem gesagt: “Wollen wir wirklich, dass jeder bloggt?”. – Leider hatte ich bislang noch nicht die Gelegenheit dies mit ihm weiter zu diskutieren (folgt aber hoffentlich nocht). Kommt die Frage, wenn jeder Publiziert, was dann die Rolle des Journalismus ist. Wurde das Melden durch Echtzeitkommunikationsmedien abgenommen, dann bleibt das Kommentieren. Die Tagesschau schaue ich wegen dem Kommentar. Meine Tageszeitung lese ich wegen der “2. Seite” und bei meinem Radiosender mag ich nicht die Nachrichten sondern die Analysen. Beim Betrachten dies Videos bei den Netzpiloten kam mir in den Sinn, das ich eigentlich Journalisten mag (und die gezeigten Aggregtoren bei blogh – eigentlich auch nicht). In meiner Traumwelt könnte ich Journalisten “bezahlen”, damit sie für mich recherchieren. Inhalte aufgreifen und ihnen nachgehen. Weiter als ein Tweet oder Blogpost. Eine Meinung mir vorkauen, aber nicht versuchen neutral zu sein. Mir die Entscheidung überlassen, ob ich es so übernehme oder nicht. Der moderne Journalist ist für mich wie ein Steuerberater. Eigentlich könnte ich meine Steuer auch selbst machen, aber es gibt Menschen, die haben das Nachforschen und Hinterfragen gelernt. Sollen die es machen.
Skype: Das alternative Social Network
Verfasst von Thorsten Zoerner unter nachgedacht am 1. Mai 2010
Persönlich habe ich zwar das Problem, dass ich seit Jahren kein Skype mehr nutze, da es irgendwie nie richtig mit meiner Hardware/Betriebssystem/Kernel Kombination hingehauen hat. Aber vielleicht sollte ich es mir doch mal wieder überlegen. Bei Netzwertig wurde ein interessanter Vorschlag ausgearbeitet…
… Twitter-User Sebastian machte am Dienstag den Vorschlag eines Peer-to-Peer Social Network auf Basis von Skype. Tatsächlich klingt die Idee, ein soziales Netzwerk rund um den Skype-Client aufzubauen, äußerst spannend.
Würde man Skype zu den Social (online) Netzwerken zählen würde es mit 560 Millionen Nutzern ungeschlagen auf Platz 1 stehen. Gerade zum Thema Datenschutz würde diese Idee Vorteile bringen. Was diese im einzelnen sind findet sich auch bei Netzwertig.
Ein Punkt wird bei Netzwertig noch ausgeblendet. Personen, die ich bislang gerade so auf WKW gefunden habe – und die absolut resistent zu Twitter und Facebook sind könnten so in meine Echtzeitkommunikation eingebunden werden. Nicht mehr 50 Clients befüllen – nur ständig sich wiederholen – nur noch eine Anwendung die Broadcast und singuläre Kommunikation vereint.
Das klingt schon fast wie Udopia … (<= Zuschauer des “Per Anhalter durch das Unternehmen 2.0″ beim #ljc dürften sich erinnern.
Das nenne ich Kundenservice: Wenn der Bestandskunde nichts wert ist….
Verfasst von Thorsten Zoerner unter notiert am 15. Januar 2010
Offerten lancieren, welche wir Bestandskunden nicht anbieten können. Wir bedauern, Ihnen das gewünschte Angebot daher nicht unterbreiten zu können. Mit freundlichen Grüßen
Standard Chartered Bank
Scheitert Crowd Sourcing? – Der Fall Wikipedia
Verfasst von Thorsten Zoerner unter kommentiert am 22. November 2009
Das bei Wikipedia die Fetzen fliegen, dass man sich nicht einigen kann ist nichts Neues. Vielleicht ist es der Zwang, einer Meinung sein zu müssen…
Wikipedia der wohl größte Crowd Sourcing Versuch, nach LiveAid und dem Linux Kernel, hat einen internen Zwist.
Ich weiß nicht, wie ihr dazu steht, doch ich hätte niemals gedacht, dass man in so kurzer Zeit das Konzept Crowd-Sourcing ad absurdum führen kann, so dass es wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt. Es gab mal einige, die hielten diese Form der raumübergreifenden Zusammenarbeit für ein Zukunftskonzept, das besser als die bisherigen Modelle funktioniert. (Quelle Basic Thinking Blog)
Es geht um Relevanz – um die Richtigkeit de Löschung von Beiträgen die gerade an einer Stelle entbrannte wo sie gefährlich ist. Es ging um den Eintrag des Vereins MOGIS (Vereinigung Missbrauchsopfer gegen Internetsperren).
Erfüllt ein Eintrag über das “Bratkartoffelverhältnis” die gemeinschaftlich erstellten Relevanzkriterien? Oder ist es Motorolas neues Smartphone “Milestone” wert, aktuell in Wikipedia mit einem eigenen Eintrag aufgenommen zu werden? “Gänzlich irrelevantes 08/15-Konsumgut”, meint dazu zum Beispiel der Nutzer mit dem Namen “Weissbier” in der aktuellen Diskussion und plädiert für “Löschen” (Quelle DPA, Renate Grimming)
Mit wirken, eine Meinung haben und dadurch für Relevanz sorgen, so zumindest kann meine Meinung für den Fall Wikipedia umschrieben werden. Womit ich mich inhaltlich neben das “Bündnis für eine offene Enzyklopädie” stellen würde:
Wir wollen ein Bündnis, in dem Blogger und frustrierte Wikipedianer zusammenarbeiten. Ein Bündnis, das Programmierer, Interessierte und Neulinge zusammenbringt. (Quelle: Metronaut)
Das Crowd Sourcing als Problem? Ich denke nein, das Problem ist die gemeinsam Plattform – das gemeinsame Sprecherpult. Auf einem solchen kann es immer nur eine gültige Meinung geben – aber es ist auch immer nur Platz für einen Sprecher.Abhilfe schaffen hier verteilte Strukturen, die nur Wahlweise zusammen laufen. Ähnliche Konzepte sind aus der Programmierung bereits lange bekannt, bei denen verteilt entwickelt wird. Viele Könige, Könige auf Zeit – und das Spiel mit der Revision. So schreibt es Scytale.name
Die Dinger heißen nämlich deshalb „verteilt“, weil es keinen zentralen Server gibt, der sämtliche Daten vorhält. Stattdessen hat jeder Entwickler eine vollständige Kopie der Entwicklungsgeschichte, und keiner ist wichtiger als andere. (Quelle Scytale.name)
Was wünschst Du Dir? #SocialCommerce per #CrowdSourcing
Verfasst von Thorsten Zoerner unter entwickelt am 14. November 2009
Bald ist es wieder so weit, dann kommt die Zeit, in der die Frage “Was Wünschst Du Dir?” – schwieriger zu beantworten sein wird als Fragen in einem Vorstellungsgespräch. Der Grund könnte der Wohlstand sein – oder vieles mehr. WünschDirWas soll ein Experiment sein, und vielleicht etwas Ideen liefern…
Die Idee hinter WünschDirWas ist einfach: Man nehme einen Twitter Nutzer, schaue nach was dieser so schreibt. Mappe dies mit Produkten, mache einen Paarvergleich – und bekommt eine für diesen Anwender zugeschnittene Liste von Produkten.
Warum WDW?
Zunächst wollte ich zwei Dinge untersuchen:
1. Wissen andere besser was zu mir passt als ich selbst?
2. Reicht das was ich twittere aus, um mit Sprachanalyse zu erkennen, was zu mir passt?
Das Experiment konnte beginnen. Dazu sollte die Ähnlichkeitssuche und Query-By-Example genutzt werden. Damit Fragestellungen wie: “Das was XYZ sich wünscht, könnte auch etwas für mich sein.” funkionieren.
Das was heute in der Umsetzung von WünschDirWas ist ein reines Experiment. Damit es wirklich produktiv in Betrieb genommen werden könnte ist noch einiges notwendig. Ich biete damit allen an, wer Interesse hat sich mit mir in Verbindung zu setzen. Auch biete ich an das gesamte Experiment zu übergeben.
Warum Amazon?
Die Möglichkeiten der Produktsuche via API sind dort einfach sehr gut umgesetzt. So musste nicht viel auf dieser Seite entwickelt werden, sondern die bestehende API konnte verwendet werden.
Was passiert mit den Affiliate Einnahmen?
Um ehrlich zu sein rechne ich im bisherigen Entwicklungsstand nicht damit, dass überhaupt Einnahmen generiert werden. Sollte es dennoch so sein, dann werden diese (wie auch alle anderen Einnahmen aus meinen Webprojekten) an Kiva.org gespendet.