Beiträge getagged mit Motivation
Deutschland-Trends / Schwerpunktthemen im Ländervergleich
Verfasst von Thorsten Zoerner unter angeschaut, notiert am 28. Juni 2010
Eine Suchanfrage zum Beispiel bei Google deutet immer auf ein gewisses Defizit hin. Zumindest einem Defizit von Informationen. Betrachtet man die Motivation, die hinter einer Suche steckt, so erkennt man sehr schnell welche Themen bestimmte Personengruppen beschäftigen. Google Insight-Search erlaubt es eigene Nachforschungen im Ländervergleich anzustellen und so frühzeitig Entwicklungen zu erkennen. Im Prinzip sind die Möglichkeiten zur Analyse und Auswertungs mittels Insight-Search fast unbegrenzt und ein nützliches Werkzeug für viele Aufgabenstellungen bei der Recherche.
Thema: Arbeitslosikeit
Im Jahresvergleich kann man recht gut erkennen, wie sich die Lage in Mecklenburg-Vorpommern immer weiter zuspitzt. Im Zeitraum Januar-März 2010 erreichen die Suchanfragen ihren Höhepunkt mit 100 Punkten im Index der Suchen von Google.
Spannend wird das Thema, wenn man einen Vergleich mit den Regierungsparteien der einzelnen Länder anstellt. Mit dem Ergebnis, dass es kein Ergebnis gibt. Brandenburg hat konstant relativ wenige Suchanfragen und wird SPD regiert, ebenso wie Mecklenburg Vorpommern. Die stärkste Veränderung über die 3 Jahre hat es in Thüringen gegeben. Dort war es 2008 noch “Mittel” im Jahre 2010 nur noch niedrig. Wir erinnern uns, dass es hier einen Regierungswechsel im Jahre 2009 gab, bei dem aus der CDU Landesführung (rund um Althaus) eine große Koalition aus CDU und SPD ergab.
Thema: Bildung
Sehr spannend finde ich die Ost-West Teilung beim Thema Bildung. Sieht man vom Saarland und Bremen ab, so führen hier die Bundesländer im Osten das Rennen um Suchanfragen an. Schlusslicht ist hier Bayern. Wir erinnern uns, dass es um Suchanfragen gibt. D.h. die Bewusste Suche nach Informationen. Ursachen kann eine unterschiedliche Aufmerksamkeit bei den Ländern sein. Dies sich allerdings erst beim Vergleich von allen Mega-Trends ergibt. Weitere wie Gesundheit, Armut, Umweltschutz kann jeder gerne selbst bei Google-Insight anstellen.
Das Social Web
Zum Abschluss noch ein Blick in die Welt des Social Webs.
Wir fangen mit der einfachen Frage an: “Soziale Netzwerke” und erkennen eine Diagonale, die sich durch Deutschland zu ziehen scheint. Eine Detailanalyse mit verschiedenen Netzen und Anfragen kann wie auch im vorherigen Beispiel jeder selbst durchführen. Jedoch ist wirklich faszinierend, welches Land das Twitter-Bundesland Deutschlands ist: Hessen. Gleich neben dem Wer-Kennt-Wen Land “Rheinland Pfalz”. Allerdings nehme ich an, dass es sich hierbei um Effekte handelt auf Grund von fehlender Masse der Anfragen.
Selbstverständlich lässt sich das hier gezeigte Verfahren auch mit Marken/Produktnamen durchführen. Leider habe ich persönlich zu keinem Produkt die Abverkauszahlen/Budgetzahlen vorliegen, so dass mir eine Korrelationsanalyse der Suchanfragen (im Kontext von Aufmerksamkeit) und der Ergebnisse vorliegt.
“We can either kill somebody with words. – Or we can save somebody’s life with words.”
Verfasst von Thorsten Zoerner unter notiert am 29. Mai 2010
Twitter als Netzwerk – Agieren wir synchron? – Teil 1
Verfasst von Thorsten Zoerner unter entwickelt am 4. Januar 2010
Wer bereits einem Schwarm Barrakudas zugesehen hat kennt die vielleicht die Faszination, die von der Synchronität ausgeht, die ein soziales Netzwerk haben kann. Es ist die Begeisterung, wie Handlungen einzelner, unabhängiger Akteure zu einem Gesamtbild formiert werden.
Gibt es ein solches synchrones Handeln auch bei Twitter?
Hinsichtlich der Informationsverbreitung gibt es dieses mit Sicherheit. Kommt es zu einem Ereignis/Unfall/Tragödie welches die Hauptnachrichten füllt, so kann beobachtet werden, wie sich die Diskussion beim Mikrobloggingdienst innerhalb von kürzester Zeit um dieses Thema dreht. Beispiele aus der Vergangenheit waren die Attentate in Mumbai, der Absturz im Hudson oder auch der Amoklauf von Winnenden.
Die Informationsverbreitung ist allerdings nur ein (beinahe) synchrones Phänomen bei Twitter. Damit diese stattfinden kann müssen vorab die Personen vernetzt sein; oder in Twittersprache sie müssen der Informationsquelle folgen. Welche Motivation hinter dem Folgen steckt soll zunächst keine Rolle spielen. Die Frage ist, erfolgt die Vernetzung synchron?
Phänomen synchrone Vernetzung
Ein Anwender “A” findet eine neue Informationsquelle im Anwender “X”. Ein anderer Anwender “B” findet ebenfalls den Anwender “X” als Informationsquelle. Existiert ein Zusammenhang zwischen “A” und “B”, so ist die Handlung des “Folgens” von “X” synchron erfolgt. Um eine zufällige Synchronität auszuschließen muss beachtet werden, ob die Gruppierung aus “A” und “B” häufiger synchron entscheidet, also auch im Falle eines Anwender “Y” oder “Z”.
Bedeutung einer synchronen “Folgen”-Entscheidung
Die Identifikation der Synchronität von ”A” und “B” erlaubt es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eine Prognose aus der Einzelentscheidung von “A” zu einer Entscheidung von “B” zu machen. Finden sich weitere Benutzer (“C”, “D”…) so können diese zu einer Entscheidungsgruppe zusammengefasst werden. In der Gesamtmenge der Twitternutzer stellen diese dann ein Cluster da.
Hypothesen
- Da es auch automatisiert “Folgen”-Entscheidungen gibt – werden diese schnell identifizierbar
- Es existieren Personen mit mehreren Benutzern, die auf diesen die gleiche Strategie verfolgen
- Bestimmte “RockStars” haben eine beeinflussende Wirkung im Netzwerk (Leutchtturmfunktion).
Datenerhebung
Zur Erkennung, ob eine Synchronität besteht werden die Rohdaten von RSSFriends verwendet. Dort sind bereits die Veränderungen der “Friends” der einzelnen Nutzer vorhanden und können in zeitlicher Abhängigkeit ausgelesen werden.
Ausblick
Im nächsten Teil wird zunächst das zur Erhebung verwendete “Agenten System” vorgestellt, bevor es im darauf folgenden Teil um die Bereinigung der Seiteneffekte geht.
Popeye, Goggles und mehr: Google dreht auf | Basic Thinking Blog
Verfasst von Thorsten Zoerner unter notiert am 8. Dezember 2009
Szenenwechsel: Nicht wenige waren gestern erstaunt, als es hieß, Eric Schmidt, der Mann der Twitter seinerzeit abfällig als “E-Mail-System des armen Mannes” bezeichnete, twittere nun selbst. Die Frage, welche Motivation hinter seiner Entscheidung steckte, wurde zunächst allerdings durch eine andere Frage in den Hintergrund gedrängt: Warum hat sich Googles CEO eine solch schrecklichen Twitter-Usernamen zugelegt, nämlich: eschmidt0? Keiner weiß es so genau, aber nur kurze Zeit, nachdem die Frage im Raum stand, hatte Schmidt einen neuen Benutzernamen: ericschmidt.
Den “Trick” mit dem Umbenennen des Benutzeraccounts wird bei Twitter gerne verwendet, wenn es darum geht einen Account für jemanden anderen anzulegen – etwas aufzubauen – erste Follower und Tweets. Sobald der Einrichter diesen übergibt wird er dann später umbenannt.
Beispiel aus Deutschland war @IngolfLueck dessen Account auch gleich zu Beginn umbenannt wurde.
Leadership ist doch eine Frage des Charisma #e20s
Verfasst von Thorsten Zoerner unter nachgedacht am 12. November 2009
Im Rahmen der “Motivation & Cultivation” Gruppe auf dem Enterprise 2.0 Summit kam die Frage auf, dass man zum Motivieren – Leadership benötigt. Egal ob diese Leadership auch organisatorisch gedeckt ist, so braucht es dafür eins: Charisma.
Doch wo finden sich Personen mit Charisma? – Eine Möglichkeit zur Identifikation ist ein sogenanntes Query-By-Example durchzuführen.
Die hierfür notwendigen Daten sammle ich gerade in einer Brainr Umfrage (mehr zum Brainstorming mit Brainr), an dem man sich zur Zeit gerne noch beteiligen kann.
Auf Basis der gemachten Nennungen ist die Frage, ob ein Profil erstellt werden kann, welches eine abstrakte Beschreibung der Handlungen erlaubt, die den Begriff Charisma erklären.
- Fortsetzung folgt -




