Beiträge getagged mit Trend
Hype, Trend oder Realität? Immer mehr Unternehmen springen auf den „Social Media Zug“ auf. | myON-ID Blog
Verfasst von Thorsten Zoerner unter notiert am 16. Mai 2010
Bleibt die Frage für die Zukunft, welche Strategien und Konzepte Unternehmen einsetzen, um die „Inseln des Social Web“ mit den eigenen Aktivitäten und auch mit der eigenen Unternehmenswebseite zu verzahnen oder gar zu integrieren. Der Social Media Newsroom ist hierfür sicherlich ein vielversprechender Ansatz als Bindeglied zum Social Web.
Das Bindeglied welches hier fehlt ist die Daten, die aus dem Social Web stammen sinnvoll in die bestehenden Prozesse zu integrieren. Dabei denke ich nicht nur an PR und Marketing welches sich hinter dem Social Media Newsroom verbirgt, sondern alle Bereiche bei denen Marktforschung und Business Intelligence benötigt wird.
Um bei dem Bild der “Inseln” zu bleiben, erlaubt uns das Social Web heute alle Informations Prozesse zu umspülen.
Übersicht über den Standortbezug
Verfasst von Thorsten Zoerner unter angeschaut am 2. Dezember 2009
Ein Trend der Globalisierung – der Standortbezug wird immer wichtiger. So gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Tools, die auf Standortdaten zugreifen. Heute Abend hatte ich mich zum Beispiel mit einem Kollegen, der mit dem Zug kam, verabredet. Mein Trigger, dass ich losfahren muss war wenn er in Siegburg vorbei fährt… hat geklappt…
Eine aktuelle Übersicht über alles was gerade im GeoLocation Markt angesagt ist findet sich bei Mirco unter Wo ist Walter? – Teil 2 | bindermichi.de. Der Beitrag ist die Fortsetzung eines Beitrages, den er bereits vor einem Jahr geschrieben hatte.
Eine weitere Neuerung hat auch der Dienst Zyb zu vermelden. Dieser erlaubt nun die GeoAuflösung der im Telefonbuch gespeicherten Anschriften (Blog Beitrag).
Wer selbst bereits etwas mit GeoLocation herumgespielt hat, der ist bestimmt auch über GoogleGears und seine GeoAPI gestolpert. Die schlechte Nachricht: Gears wird nicht weiter entwickelt. Die gute Nachricht: Vieles incl. GeoAPI soll in den HTML5 Standard aufgenommen werden (so zumindest Gigaom).
Was man mit den den GeoDaten machen kann ist klar. Wer erinnert sich nicht an Mister X – das Spiel? Im realen Leben werden doch schon häufiger Standortdaten zur Strafverfolgung genutzt. So hat Sprint in den USA 8 Millionen mal innerhalb eines Jahres Standortdaten weitergegeben. Was die Ermittler wohl mit den Daten angefangen haben, kann man dann in Kürze auch in dem passen Spiel hierfür Mister-X sehen, welches für Android und IPhone kommen soll, so zumindest der G1 Blog.
BlogAdventskalender: “Trends – Alles mit Web 2010″
Verfasst von Thorsten Zoerner unter mitgemacht am 30. November 2009
Morgen ist es soweit, der 1. Dezember ist der Beginn des jährlichen Türchenöffnenrituals. Vielleicht gelingt es auch eine Art BlogAdventskalender ins Leben zu rufen und jeden Tag die Aussichten auf das kommende Jahr eines anderen Blogs vorzustellen. Schön wäre es, wenn es gelingt viele verschiedene Persönlichkeiten der Blogosphere anzusprechen. Neue und Alte Bloghasen – Business, Privat und Themenblogs.
Trends – Alles mit Web 2010
Wenn sich ein Trend in den letzten Jahren zeigt, dann dass die Netzkultur längst nicht mehr auf dieses selbige beschränkt ist. Natürlich könnte man nun den Technologietrend, Businesstrend oder SocialWeb Trend für 2010 als Kernthema setzen, aber das würde eins nicht treffen: Internet, Smartphones und die daraus entstehende Vernetzung hat (fast) alle Bereiche des öffentlichen Lebens durchdrungen. Kommt heute ein neuer Hype, so hat dieser meist Auswirkungen auf alle Bereiche. Als Beispiel sei hier Obamas Wahlkampf im letzten Jahr und die Verwendung von Twitter genannt. Die Frage ist also: Was ist Motor im Web der Veränderungen des Jahres 2010?
Teilnahme
Um teilzunehmen, bitte einem Beitrag in eurem eigenen Blog schreiben. Solltet Ihr noch keins haben, so biete ich natürlich auch einen Gastbeitrag in einem meiner eigenen Blogs an. Nach Belieben einen Trackback auf diesen Beitrag, Kommentar, Mail oder Tweet an mich senden mit URL zu dem Beitrag und evtl. einem Photo, welches ich verwenden darf (alternativ geht natürlich auch den Beitrag bei Delicious mit BlogAdvent zu vertaggen). Bis zum 24. Dezember werde ich in dieser Kategorie (RSS) dann täglich einen Beitrag vorstellen, verlinken und in 2-3 Sätzen beschreiben.
Im Moment habe ich Bedenken, dass ich überhaupt 24 Beiträge zusammen bekomme (Daher Bitte: Weitersagen!). Sollten es dennoch mehr werden, werde ich zunächst ausweiten bis 31.12. und dann mehrere Beiträge pro Tag veröffentlichen.
Evolution der Diskussion – “Von Micro, Mini, Blogs und Co.”
Verfasst von Thorsten Zoerner unter nachgedacht am 11. August 2009
Es war die einfache Frage: “Warum bekomme ich bei Posterous mehr Kommentare als in meinem Blog?”. Eine Frage, die eigentlich das Ergebnis einer Beobachtung ist, die ich über die letzten Wochen gemacht habe. Posterous ist dabei nur ein Dienst unter vielen , die eine ähnliche Funktionalität bereitstellen. Im SocialWeb sind Kommentare der Lohn des Schreibers. Es ist die Reflexion dessen, was man veröffentlicht hat und bietet Chancen für den Schreiber und den Leser das Thema weiter zu entwickeln. Die Nachricht die geschrieben wurde ist der Ausgang für die Diskussion die sich daraus entwickelt.
“Tendenziell verlagert sich Kommunikation, also auch Kommentare mehr und mehr in die Streams (Twitter und Facebook), wovon Blogs negativ betroffen sind.” (^mg)
Der Trend ist mit Sicherheit richtig erkannt. Streams sind die Foren der Neuzeit. Gelöst von festen Strukturen, wie sie in den Discussionboards früher üblich waren, bieten Streams/Ströme eine Möglichkeit sich mit vielen Themen auf einmal zu beschäftigen, an einem Ort – in seinem eigenen Stream. Die Webseite, oder das Tool zum Beteiligen bleibt das Gleiche und ich als Anwender baue mir keine Medienbrüche ein, wo ich sie nicht brauche. Das Forum des Web 1.0 hat genau diese Brüche. Für den Bedarf an Informationsaustausch muss ich je nach Thema wechseln vom einen Brett zum anderen. Vergleichbar mit dem Telefon, bei dem ich für unterschiedliche Gesprächspartner unterschiedliche Geräte verwenden müsste. Die Streams bieten das eine Telefon, mit dem ich jeden Anschluss erreichen kann.
“Kanabilisierung meines Blogs” (^kf)
Der Standard Blog – gebaut mit WordPress oder einer anderen Bloggingsoftware – waren lange Zeit das einzige Medium, dass dem Leser die Möglichkeit gegeben hat zu diskutieren; seine Meinung zum Geschriebenen abzugeben. Fernsehberichte, Zeitungsartikel, Pressemeldungen – alles Beispiele für Medien, die man in den meisten Fällen nur konsumiert, und nur in Ausnahmefällen einen Kommentar abgibt. Der Aufwand den Rechner einzuschalten um einen Leserbrief zu schreiben ist zu hoch, wenn man bequem auf der Couch die Tagesschau ansieht.Und warum sollte ich auch schreiben? Die Tagesschau ist nicht der Verursacher/Quelle der Nachricht sondern lediglich der Broker – derjenige der Quelle und Konsument zusammenbringt. Objektiv sind die Nachrichten, objektiv ist der Bericht. Blogs haben an die Tradition des Meldens angeknüpft und haben das Diskutieren zur Nachricht hinzugefügt. Existiert ein Medium, bei dem das Diskutieren noch einfacher ist, so wird man dort diskutieren.
“Für mich ist es die Integration, das Design und dass man nicht noch einen Account zum Kommentieren braucht (wie viele andere Blogs)” (^ma)
Die Einfachheit des Konsumieren, sind in den heutigen Streams wohl der wichtigste Grund, warum sie eher zur Diskussion anregen. Es muss kein neuer Benutzer angelegt werden, um zu einer Vielzahl von Themen seinen “Senf” abgeben zu können. Es reicht der eine Twitter Account um bei allen auf Twitter veröffentlichten Beiträgen kommentieren zu können. Facebook, Xing, Posterous – theoretisch genau das Gleiche. Design und Layout der Anwendung spielen eine wichtige Rolle. Der Leser muss nichts Neues “lernen” – muss sich im Template/Layout nicht zurecht finden – muss nicht das Kommentarfeld finden. Hat er einmal das Verfahren des Kommentierens herausgefunden, so stellt es keinen zusätzlichen Aufwand da, auch auf alle Themen zu antworten.
“Ich denke, vor allem weil es neu ist und dadurch zunächst mehr Aufmerksamkeit hat. Das wächst sich auch wieder aus… “ (^lb)
Posterous, Tumblr – zwei Anwendungen die in der Tat neu sind. Daraus entsteht ein gewisser Hype-Faktor, der dazu führt, dass man auf Links bei Twitter vielleicht potentiell häufiger klickt, die von diesen Diensten getwittert werden. Steht im Tweet “http://post.ly/XYZ” und nicht “http://bit.ly/UKL” so sieht jeder, nach dem ersten Öffnen eines solchen Links, dass es sich um einen Miniblog handelt. Hinter bit.ly kann sich theoretisch alles verbergen, Blogpost, Pressemitteilung, Bild. Bei post.ly weiß der geübte Leser, dass es die Möglichkeit zum Kommentieren geben wird. Eine Art What-You-See-Is-What-You get für das SocialWeb, die vielleicht unterbewusst eine innere Funktion in der Form von: Wenn post.ly URL und Thema dahinter für mich diskutabel => Klicken. Bei bit.ly würde die Funktion vielleicht aussehen: Wenn bit.ly URL und Thema dahinter für mich konsumierbar => Klicken. Mit dem Erfolg, dass viele Beiträge vielleicht nicht mehr geklickt werden, weil der Leser bereits genug zu diesem Thema konsumiert hat – und nun vielleicht in den Dialog eintreten will.
“Der kompaktere Posterous-Stil (im Vergleich zu tendenziell längeren Blog-Posts) wirkt wohl lese- und kommentarfördernd” (^se)
Wer an dieser Stelle beim Lesen angekommen ist, der ist mit Sicherheit Informationshungrig. Dieser Blogpost ist bereits viel zu lang. Wird keine Kommentare bekommen – und wenn dann nur aus Mitleid. Ich gehe davon aus, dass wer so viel Text konsumieren kann noch in der thematischen Lernphase ist. Selbst wenn der eine oder andere Kommentar vielleicht einen Widerspruch oder ein “Ja – genau so” in einem weckt – bis zum Ende des Beitrages ist das Feedback vergessen – oder die Beschreibung zu was man jetzt eigentlich zustimmt fällt zu schwer. Posterous wird als Miniblogging im Gegensatz zum Microblogging bezeichnet. Also etwas mehr als Twitter – aber weniger als ein Wordpress basierender Blog. Die Beiträge fallen kürzer aus und haben meist einen direkten Bezug zu einem speziellen Teilaspekt eines Themas. Micro- und Miniblog können uns nicht belehren. Themen, bei denen wir schon überladen sind mit Informationen wollen diskutiert werden. Der Beitrag oder Tweet als Nukleus zur Diskussion -. wie der Schmutzpartikel der Nukleus für Schnee ist (blöder Vergleich – aber unterhaltsam).
“Das “Grundrauschen” ist hier geringer als bei Twitter” (^tw)
Jeden Kommunikationskanal kann man überstrapazieren. War es bis letztes Jahr zu dieser Zeit noch möglich alle Tweets eines Tages zu lesen, so bemühe ich mich heute gar nicht mehr. Entsprechend singt natürlich auch die Chance einer Diskussion beizuwohnen, die mit einem einzelnen Tweet begonnen hat. Bis zum Mai, als die @Reply Regelung umgestellt wurde war meine Hoffnung dann immer, dass ich durch Personen die Antworten zumindest noch etwas später in die Kommunikation einsteigen kann. Beide Motivationen habe ich streng genommen heute verloren – alles wird schon irgendwann wieder diskutiert. Durch Blogs komme ich dann doch irgendwie zum Punkt der Diskussion. Aus dem Bach ist ein Strom geworden. Da sehr viele Bäche im Strom Twitter zusammenlaufen und die Menge einfach zu viel wird.
“Spannend wird es, wie es hier in ein, drei, sechs Monaten aussieht. Folge ich dann auch 150 Blogs und habe zuwenig Zeit um alle zu kommentieren?” (^rl)
Theoretisch erschließt sich hinter dem Suchfeld von Google das gesamte Internet. Aber das genügt nicht – der Strom ist zu groß geworden der da an Informationen auf uns wartet. Oder doch nicht? Immer noch lassen sich viele gute Tweets finden. Viele gute Gespräche in Foren bei Xing anfangen – und auch die eine oder andere Facebook Fan-Page erfreut sich über einen Besuch von mir. Die Suche nach der Diskussion an der ich mich beteiligen will wird aber immer schwieriger. Es bedarf schlicht dem Studium von Wissensmanagement um Filter so zu definieren, dass man den Punkt der Diskussion findet. Den oben genannten Nucleus. Seit Twitter und Co. immer höhere Beliebtheit haben geht der Punkt verloren, an dem man den Stein des Anstoßes findet.
“Vielleicht ist es wie in der früheren Form anderer Webangebote. Hier in Posterous folge ich erst 15 anderen Blogs und fühle mich daher diesen etwas mehr “verbunden”. Das hat fast einen BulletinBoard Charakter, wo man sich in der Community mehr austauschte.” (^rl)
Verbunden sein im Web bedeutet auch zu wissen, das man mit dieser Gruppe von Personen diskutieren kann. Viele, die heute neu auf Facebook oder Twitter kommen denken, diese Gruppe seien einfach alle Nutzer dieses Systems. Spätestens nach 10 Tweets stellen sie fest, dass dem nicht so ist und werden zu passiven Konsumenten. Vor einiger Zeit hat mich eine bekannte Buchautorin, die sich mit den Digitial Natives beschäftigt gefragt, wie man mehr als 150 Personen bei Twitter folgen kann. Die Antwort ist leicht. Man muss den Strom teilen. TweetDeck und seine Gruppen zum Beispiel sind für mich das wertvollste Asset bei meiner Twitter Nutzung. Nicht nach Themen habe ich meine Liste geordnet – sondern nach Diskussionsfähigkeit. So finden sich bei mir Gruppen mit den Titeln: “Schnacken” , “Diskutieren”, “Sparlings Partner”. Mittlerweile erwische ich mich auch immer häufiger, wie ich bei Xing Personen mit diesen Begriffen “tagge”. Wer es mit seinen Tweets zum “Sparlings Partner” geschafft hat, der kann sich fast sicher sein, dass ich mir Links ansehe und meinen Senf dazu gebe.
“alles irgendwie. plus community-feeling, schnelle antwort per mail und die verbindung mit anderen services.” (^dr)
Die ideale Plattform für Diskussionen gibt es heute wohl nicht. Eine Verlagerung findet statt, zwischen den unterschiedlichen Diensten, die dazu genutzt werden können. Jegliches Instrument welches neu erfunden wird, kann aus den oben genannten Gründen dazu führen, dass man nicht mehr die Chance hat eine Diskussion zu starten und damit das verliert, warum man sich bei diesem Dienst angemeldet hat. Egal welcher Dienst man nutzt, egal in welchen Strom man seinen Input liefert – als Quelle hat man die Aufgabe seinen potentiellen Antworter es so leicht wie möglich zu machen. Neu ist, dass der Schreiber auch als Moderator dient, der den Ort der Diskussion bestimmt. Die eingangs genannte Frage wurde parallel in meinem Blog, per Twitter, MyOnID und Posterous veröffentlicht. Jeder dieser Ströme hat Antworten für mich gebracht, die meine Meinung zum Thema weiter gebracht haben, jedoch hat sich meine Rolle plötzlich gewandelt. Vermittler zwischen den Strömen und gleichzeitig als Person das verbindende Element.
Schlusswort:
An dieser Stelle möchte ich mich mal ganz herzlich bei allen bedanken, die mir geholfen haben diesen Artikel zu schreiben. Nein, die mir geholfen haben in dem sie mit mir darüber diskutiert haben!
Communities sind tot – Es leben Communities / Meine Bindungsängste
Verfasst von Thorsten Zoerner unter nachgedacht am 29. April 2009
Man hätte auch Vereine, Organisationen, Parteien oder jegliche andere Form der organisierten Vernetzung von Personen nennen können. Jeder, der in einem Verein aktiv ist, wird feststellen, dass es einen gewissen Mitgliederschwund gibt, oder wenn es gut läuft eine Menge von passiven Mitgliedern. Will man nicht mehr im Verein helfen? Ich glaube, dass dies nicht der Hintergrund ist. Viel mehr entsteht eine Kultur von Ad-Hoc Zugehörigkeit – oder Bindungsängste.
Auch im Zeitalter von Web2.0, User Generated Content und Social Everywhere bleibt das Internet nicht von diesem Trend verschont. Communities waren früher der Online Abbild von Vereinen wie die E-Mail zum Brief. Es gibt ein Moderator, der genauso gut der Vorstand eines Vereines sein kann. Es gibt eine Menge an passiven Mitgliedern – und wenige aktive Mitglieder.
Beispiel 1: MeinVZ
Beim TweetUP gestern Abend in Heilbronn wurde mindestens 100 mal über StudiVZ und MeinVZ als die Community Platform gesprochen, bei der sich wohl alle tummeln. Kurzum, ich musste mich heute einfach auf dieser Plattform einloggen – um festzustellen, dass ich mich im Frühjahr 2008 dort angemeldet hatte und seither nicht mehr online war. Das einzige was ich dort gefunden habe war eine Einladung zu einer Gruppe meines Luftsportvereins.

Im August 2008 wurde eine Gruppe gebildet, zu der ich eingeladen wurde. Bislang hat diese Gruppe 4 Mitglieder und 0 Beiträge. Aus was besteht diese Gruppe somit? Rein aus einer Anzahl von Personen, die im gleichen Verein sind. Ohne Kommunikation und ohne dass es neue Mitglieder in diesen Gruppen gibt. Die Gründe, warum ich an dieser Gruppe dennoch teilnehme dürften die gleichen sein, warum ich auf Mitglied von einigen Gruppen bei Xing bin.
Beispiel 2: Xing
Bleiben wir bei der Fliegerei – Flugsimulatoren Gruppen – ich hätte natürlich jetzt auch ein jedes andere Beispiel nehmen können. 80%-90% der Gruppen, denen ich bei Xing angehöre, haben nicht wirklich viel “Vereinsleben”. Es gibt kaum Postings – oder es sind immer die gleichen, die Beiträge veröffentlichen. Eine Diskussion entsteht selten, so haben Beiträge kaum Antworten. Wieso sieht man in meinem Profil aber die Zugehörigkeit von 19 Gruppen?
Ich bin ehrlich, für mich ist die Gruppenzugehörigkeit nichts anderes als ein Tagging meiner Person, klar hätte auch ein anderes Feld dafür verwendet werden können, aber die Anzeige der Gruppen ist für mich eine Art Wand mit Fotos oder Urkunden im heimischen Wohnzimmer: Besucher können sich ein Bild über mein Leben machen. Dennoch ist es zumindest für mich zu mühsam in die Gruppen einzeln reinzuschauen, ob es etwas gibt was meine Aktivität bekunden würde.
Beispiel 3: LinkedIn – Musst Du machen…
Bei der Organisation einer Veranstaltung wurde ich vor einigen Wochen gefragt, ob ich bereits eine Gruppe bei LinkedIn angelegt hätte. Meine Antwort: Nein – Grund ähnlich wie bei Xing wüsste ich nicht, wie ein Mehrwert aus dieser Gruppe generiert werden sollte. Nur um den Punkt “LinkedIn” als erledigt zu kennzeichnen braucht man keine Community dort zu gründen. Die smarteste Idee für Social Marketing eines Events hatte ich beim oben genannten TweetUp in Heilbronn erlebt: Einfach einen Doodle Link twittern – nicht mehr und nicht weniger.
Beispiel 4: Facebook – wer sieht es?
Das Problem bei Facebook ist zumindest für mich die Vermischung von Privat und Beruflich. Dort gibt es sowohl die Gruppen für meine Fachthemen als auch die Gruppen für private Dinge wie eben die Fliegerei. Allein aus der Angst heraus, dass etwas in meiner Timeline steht, was ich in der einen oder anderen Gruppe schreibe – schreibe ich dort nichts. Dennoch nutze ich Gruppen dort ähnlich wie bei Xing – als Tagging meiner Person.
Zusammengefasst: Ich bin zwar bei vielen Gruppen auf verschiedensten Plattformen, aber zeige nur wenig Aktivität in diesen Gruppen.
Bin ich daher sozial inaktiv?
Auf mich persönlich würde ich diese Frage mit einem Nein beantworten. Sozialer vernetzter – als noch vor den ganzen Plattformen die oben beschrieben wurden. Aber diese Bindungen sind flüchtiger geworden. Ähnlich den Arbeitsplätzen, bei denen man nicht davon ausgehen kann, das ganze Leben beim gleichen Arbeitgeber zu bleiben – Sind auch meine Zugehörigkeiten zu Communties nur zeitlich begrenzt. Alle oben aufgeführten Systeme haben aber genau darin eine Schwäche und sorgen damit in ihren Gruppen/Communities zu Karteileichen, die zwar für schöne Zahlen sorgen, mit denen man Budget bekommt – nicht aber auf Nutzen schließen lassen.
Was sind meine Communities heute?
- Tweets und deren Replies
- Blog Posts und deren Kommentare (inkl. Tweetbacks / vergl. Micro Communities )
- E-Mails und deren Verteilerlisten
Soziales Netzwerk der Zukunft?
Keine großen Worte – Meta Tags – Meta Information – Verlinkung – Vergänglichkeit.
Was mir vorschwebt ist eine einzige Seite, bei der man eine Art Tagcloud – bzw Icons/Stickers sieht, die meine Person beschreiben. Sticker kann ich mir entweder selbst zuweisen. Durch Monitoring meines Verhaltens (Followen bei Twitter, Timeline bei Facebook) etc.. etc… können diese Stickers mir auch von Systemen dynamisch verliehen werden. Sticker haben immer Haltbarkeitszeiten – nach einer definierten Zeit muss ich sagen, ob ich immernoch diesen Sticker haben möchte. Sticker, die ich von Fremden angeheftet bekomme kann ich ablehnen oder annehmen. Klickt man auf einen Sticker, sieht man wer sonst noch diesen trägt. Zu jedem Sticker kann eine Webseite (Fan Page) erstellt werden, die weitere Informationen enthält – und eine Kommunikation zwischen den Trägern ermöglicht.
Gibt es solch einen Dienst bereits?