Archiv für Kategorie kommentiert
Mein persönliches Unwort des Jahres: Die Erneuerbaren
Verfasst von Thorsten Zoerner unter kommentiert am 25. August 2010
Leitmedien.replaceAll('/D|die\sErneuerbaren/','die erneuerbaren Energien');
Vor einigen Jahren hatte man noch Zeit “Erneuerbare Energien” zu sagen. Es war klar, um was es ging. Heute wird nur noch von “Die Erneuerbaren” gesprochen. Klar, wenn im nächsten Satz der Leitmedien von Brennelemente die Rede ist, weiß man, dass es um Strom geht. Eine Abkürzung auf “Die Erneuerbaren” klingt für mich zu stark nach Abwertung und Ablenkung vom Thema. Was Erneuerbar ist, tauscht sich selbst aus, warum soll ich mich dann jetzt darum kümmern. Lieber etwas was brennt wie ein Brennelement – wo es brennt, da kommt die Feuerwehr, weil es nicht einfach nur erneuerbar ist.
Mitarbeiter machen soviel Urlaub wie sie wollen.
Verfasst von Thorsten Zoerner unter kommentiert am 16. August 2010
Die Realität sieht zu mindest bei mir so aus, dass ich jedes Jahr ein paar Tage “zuviel” Urlaub habe. Zu anderen Zeiten kommt es vor, dass man einfach eine Auszeit braucht, dann aber doch lieber Urlaubstage spart. Netflix hat hier eine Lösung gefunden…
Netflix lets its staff take as much holiday as they want, whenever they want – and it works (via Telegraph)
Einfach keine Regel für den Urlaub zu haben ist bestimmt ein sehr spannender Ansatz.
provided that their managers know where they are and that their work is covered
Solange dies nicht bedeutet, dass man auch im Urlaub arbeitet, und auch wirklich die Freiheit hat, dürften sich für Unternehmen auch der Vorteil ergeben, dass keine Rückstellungen für (noch) nicht genommenen Urlaub gebildet werden müssen. Buchführungsaufwand wird damit bestimmt reduziert. Ob dies auch für Deutschland möglich ist, bin ich mir nicht sicher.
Bereits am Samstag hatte die Zeit über die “Lösung” bei Schlecker berichtet, dort geht es um die Überstundenregelung. Der Ansatz der hier verfolgt wird ist, wenn ich es richtig verstehe, ein Arbeitsstundenkonto.
Die Arbeitswelt 2020 (Gartner und die Netzpiloten)
Verfasst von Thorsten Zoerner unter kommentiert am 5. August 2010
Die Netzpiloten haben entdeckt, was Garnter hier schreibt und gleich kommentiert..
Die Analysten von Gartner haben mal wieder die Kristallkugel angeschmissen. Herausgekommen sind 10 Entwicklungen, die es aus ihrer Sicht die nächste Dekade der Arbeitswelt bestimmen werden
Auf den Deutschen Markt zurecht gezurrt hat Netzpilot zu jedem der 10 Punkte einen Kommentar verfasst. Grund genug den eigenen Blick in die Kristallkugel durchzuführen und auch zu jedem der Punkte einen Kommentar zu geben.
Vereinigte Arabische Emirate vs. BlackBerry RIM
Verfasst von Thorsten Zoerner unter kommentiert am 1. August 2010
Zum öffentlichen Interesse haben die Vereinigten Arabische Emirate beschlossen den Datendienst von RIM, der zur Verwendung des Push-Mail Dienstes BlackBerry notwendig ist nicht mehr anzubieten.
Zunächst hört sich die Begründung wie Panikmache an, dass einige Dienste es den Anwendern ermöglichen würde “ohne rechtliche Konsequenzen zu handeln“. Technisch hört sich dies dann wie folgt bei Mashable.com an:
At the heart of the ban is the method in which RIM handles BlackBerry data. Unlike most phones, BlackBerry data is encrypted and routed overseas through RIM’s network center in Canada. This has been a major point of contention for several nations, including the UAE, Saudi Arabia and India, because it means that these nations cannot monitor the encrypted data being sent.
viaUAE to Ban BlackBerry E-mail, Web Browsing and Messaging. (gefunden via @hannskk )
Der Kritikpunkt am Dienst von RIM liegt also eher daran, dass man im Ursprungsland die Daten nicht einsehen kann, sondern dass diese verschlüsselt nach Kanada übertragen werden. Eine staatliche Kontrolle wird damit nicht mehr möglich.
Meine persönlichen Fragen an die deutschen Leitmedien/blogs, die vielleicht das Thema aufgreifen:
- Gibt es in den Emiraten kein Briefgeheimnis?
- Bekommt Kanada ein RIM – Datenmonopol?
- Wann kommt SWIFT für Mails/Informationen?
Und meine Fragen an die IT-Industrie:
Dieses Vorgehen bedeutet noch mehr, dass man sich vor der Einführung von Clouds erst über die rechtliche Tragweite bewusst werden sollte. Hier werden gerade Grenzen aufgebaut und abgebaut jenseits von Zoll und Schengen.
Zuletzt die Hypothese:
Werden in Zukunft Zölle auf Daten erhoben?